Designstudium in Bozen Wer an unserer Fakultät Design studiert, der entscheidet sich für eine Reise, die nicht immer geradlinig verläuft, sondern oftmals Umwege und Seitenwege geht, weil das Gelände dies erfordert. Designerisches Denken und Arbeiten verlangt in weiten Teilen Pioniergeist, denn wir haben keine Formeln, Maße und Definitionen. Wie will man innovative Leistungen, Problemlösungen und Ästhetik in einen Kanon zwängen - niemals, das ist die Antwort. Designer und Künstler müssen Freigeister und Querdenker sein. Anpassung, Normen und Konventionen sind die Grenzen, welche wir in unserer Arbeit und in unserem Studium zwar kennen und beurteilen, aber die Horizonte sind weiter und was heute noch gilt, ist morgen durch neue designerische Erfindungen schon wieder überholt. Unsere Fakultät bietet Ihnen eine ungewöhnliche Mischung aus wissenschaftlichen Analysemethoden, Transdisziplinarität des Lehrangebotes, solides kulturgeschichtliches Wissen und eine große Portion an kreativer Praxis. Unsere Lehrenden kommen aus der Praxis oder sie sind als Theoretiker Grenzgänger zwischen den Disziplinen - Multitasking und problemorientiertes Denken und Handeln gehören zum Tagesgeschäft, das wir Ihnen im Laufe der drei Jahre des Bachelors in Design vermitteln. Wir haben die Studienform der Projektlehre eingeführt, welche eine ungemein hohe und synergetische Dichte an wissenschaftlichem und praktischem Lehren und Lernen gewährleistet. Die Aufgaben sind nahe am Berufsleben und ermöglichen den sofortigen Einstieg in die Welt des Design, aber wir vermitteln ebenso die kritische Reflexion.
Wir fühlen uns der Verantwortung gegenüber der Gesellschaft verpflichtet und wir gestalten die Zukunft unter den Maximen der Nachhaltigkeit und der sorgfältigen Beobachtung der Prozesse mit. Wer bei uns Design studiert, der möchte die Vorgänge und Gesetze hinter den Dingen und den Zeichen erforschen. Er wirft das Gelernte über Bord und denkt darüber nach, wie die materielle und immaterielle Welt morgen optimaler funktionieren kann. Nichts geschieht zufällig, alles ist Kommunikation.
Meine Maßgabe für gestalterisches Denken und Handeln lautet: es ist nicht besonders schwer, gute Dinge herzustellen, aber das Ziel muss es sein, dass wir Bedingungen schaffen, unter denen die Menschen auf diese Dinge verzichten können, ohne unter dem Verlust leiden zu müssen. Irgendwann und irgendwo hat dies so oder so ähnlich der Bildhauer Konstantin Brancusi gesagt und es passt hervorragend in die heutige Zeit - eine Zeit der Umbrüche, die wir mitgestalten wollen.
Gerhard Glüher
Dekan der Fakultät für Design und Künste