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Diplorama 12.2: die „Trash“-Poster
26.07.2012
Diplorama 12.2: die „Trash“-PosterUniNews
Die Ausstellung der Arbeiten der 13 frisch gekürten Design-Absolventen – kurz das Diplorama 12.2 – beginnt erst heute Nachmittag ab 14 Uhr, doch die Party und die offizielle Verteidigung ihrer Bachelorabschlussprojekte haben die Studierenden schon hinter sich. Um das Ganze zu bewerben, gab es erstmals spezielle Poster, gedruckt in der Siebdruckwerkstätte der Fakultät.
Als Ergänzung zum alljährlichen Diplorama-Poster – das traditionell immer im gleichen Layout und in Magenta erscheint – haben drei Studierende erstmals ein weiteres Poster entworfen. Dienen sollte es v.a. der Bewerbung des Aperitifs im Museion und der Party in der Halle 28 gestern Abend, welche die drei für ihre Studienkollegen organisierten.

Mit ihrem typografischen Entwurf wollen Nicole Zander, Afra Hackl und Max Edelberg ein wenig „rebellieren“, wie sie sagen: „Andere Design- oder Kunstschulen beweisen ihre Kreativität und Einzigartigkeit auch zum Abschluss des Studiums, also bei der Postergestaltung. Das wollen wir auch. Unser Poster soll Aufmerksamkeit beim Vorbeigeher erzeugen und ihn zum Stehenbleiben motivieren“, erklärt Edelberg und ergänzt: „Die Buchstaben DIPLORAMA sollen gut zu erkennen sein, die Zahlen des Datums hingegen haben wir gemustert und so etwas versteckt.“ Bewusst haben die drei Designer bei ihrem Entwurf gegen die Konventionen verstoßen. Es gäbe zwar Design-Normen, die sie in den Vorlesungen beigebracht bekommen, aber „es wäre ja langweilig, wenn wir diese nicht ab und zu brechen würden“, sagen Zander und Hackl. Der wellige Schriftzug „Free University of Bolzano – Faculty of Design and Art“ links am Rand des Posters sowie die Musterung seien eigentlich „nicht erlaubt“ und gerade deshalb haben sie es gemacht. Sie nennen es das „Trash“-Element ihres Posters und wollen damit auch auf die Ungewöhnlichkeit der von ihnen geplanten Party hinweisen.

Entworfen haben die drei Studierenden für das Poster eine monochromatische Version, die sie dann auf unterschiedlich farbige Papiere und teilweise mit fluoreszierenden Farben druckten. Dabei nutzten sie – noch ein Novum – die neue Siebdruckmaschine ihrer Werkstätten. In dem speziellen Druckverfahren wird die Farbe durch ein feinmaschiges Gewebe hindurch auf das Papier gedruckt. Kenner könnten den Unterschied zwischen Siebdruck und beispielsweise Offsetdruck sofort sehen und ertasten, sagen die drei Edelberg, Zander und Hackl.

Die Abschlussarbeiten der 13 Designabsolventen können heute (Donnerstag, 26. Juli) 2012 von 14 bis 21 Uhr in den Trakten C und F des Universitätsgebäudes in Bozen besichtigt werden.
© UniBz