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Erfolgreicher Jungdesigner
09.08.2012
Erfolgreicher JungdesignerUniNews
Viktor Matic hat schon zu Studienbeginn als Grafiker und Veranstalter gearbeitet. Während des Studiums sammelte er bereits mehrere Referenzen und konnte sich damit einen Kundenstamm aufbauen. Der Designer gewann bereits mehrere Wettbewerbe. Seit einem Jahr hat er das Studium abgeschlossen und arbeitet heute an zahlreichen Projekten.
Woran arbeitest du im Moment?
Im Moment arbeite ich an einer Website für eine Journalistin sowie als Eventmanager und Grafiker für ein Hotel. Zudem gestalte ich ein Musikvideo und mache das Artwork des Musikers. Meistens arbeite ich auch noch an persönlichen Projekten und für unser Künstlerkollektiv wupwup.

Dein erfolgreichstes Projekt?
wupwup ist mittlerweile ein international anerkanntes Künstlerkollektiv, was mich sehr stolz macht. Ein Stuhl, den ich an der Fakultät entwickelt habe, ist mittlerweile in Produktion und wurde auf der wichtigsten Design-Messe, dem Salone del Mobile in Mailand, präsentiert.

Wo holst du dir Inspirationen für deine Projekte?
Inspiration ist ein schwieriges Thema, aber man kann lernen, sich und seine Art zu arbeiten besser zu verstehen. Das kann im schwierigen Ideen- und Inspirationsprozess helfen. Bei mir heißt das zum Beispiel viel lesen, viel herumschauen, aufschreiben, skizzieren und hinterfragen. Für mich ist es auch wichtig, nicht nur in einem Bereich oder einer Disziplin zu arbeiten und zu denken – so schafft man neue Querbezüge. Das kann sehr inspirierend sein.

Was hat dich damals dazu bewegt, Design zu studieren? Und wie bist du auf die Uni Bozen gekommen?
Ich war fit im Grafischen und habe mir schon früh die wichtigsten Arbeitsprogramme selbst beigebracht. Die Uni Bozen bot das Ganze dreisprachig und interdisziplinär mit Produktdesign an. Das fand ich für ein Bachelorstudium sehr passend.

Deine schönste Erinnerung an die Uni Bozen?
Ich hatte einen super Jahrgang und habe großartige Freunde gewonnen! Die schönste Erinnerung ist, dass ich mit diesen Freunden viel diskutierte, teilweise nächtelang arbeitete und sehr viel Spaß hatte. Wir sind zusammengezogen und auch mal spontan in den Urlaub gefahren, um Prüfungen zu schwänzen.

Was macht deiner Meinung nach die Fakultät für Design und Künste aus?
Für mich ist es ein unbeschreibliches Gefühl, in den Fakultätswerkstätten zu stehen und meine Projekte vom Konzept bis zum ersten Prototypen anhand eigener Ideen zu realisieren. Umgeben zu sein von Studierenden, Professoren wie Werkstättenleitern, über alles reden und diskutieren zu können und in den Projekten nicht nur das Schulische, sondern auch das Zwischenmenschliche zu spüren, das macht es für mich aus.
Ebenso großartig fand ich die Möglichkeit, Auslandssemester in Form von Erasmus und Freemover zu absolvieren. Ich verbrachte jeweils ein halbes Jahr in Jerusalem und Istanbul.

Inwiefern haben dir die Erfahrungen an der Uni Bozen für den beruflichen Weg geholfen?
Das Studium ist intimer als an anderen Fakultäten oder in Studiengängen; das lehrt einen auch andere wahrzunehmen und sich, seine Stärken und Schwächen besser zu verstehen. Man lernt, das ganze Projekt und später den Auftrag zu überblicken, in einzelne Phasen einzuteilen und das Beste von sich rauszuholen.

Wie würdest du die Fakultät für Design und Künste einem jungen Design-Interessierten beschreiben?
Ein kleiner, aber dynamischer Ort mit vielen interessanten Menschen, an dem man lernt, kreativ und lösungsorientiert zu denken, zu experimentieren und zu arbeiten. Die Erfahrung ist genauso vielfältig wie der Beruf. Der Studienabschluss ist ein Startschuss für die nächsten Schritte in diesem sehr breiten Arbeitsfeld.
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