Ab Herbst bieten die Universitäten von Bozen und Trient ein gemeinsames Masterprogramm an, den zweijährigen Master für Energie-Ingenieurwissenschaften. Ausgearbeitet wurde das anspruchsvolle Studienprogramm von den zwei Fakultäten für Naturwissenschaften und Technik (Bozen) und der Fakultät für Ingenieurwesen (Trient). Der Verwaltungssitz wird in Bozen sein. Gestern wurde der neue Master bei einer gemeinsamen Pressekonferenz vorgestellt.
Ab Herbst bieten die Universitäten von Bozen und Trient ein gemeinsames Masterprogramm an, den zweijährigen Master für Energie-Ingenieurwissenschaften. Ausgearbeitet wurde das anspruchsvolle Studienprogramm von den zwei Fakultäten für Naturwissenschaften und Technik (Bozen) und der Fakultät für Ingenieurwesen (Trient). Der Verwaltungssitz wird in Bozen sein.„Mit diesem Master nimmt die beschlossene Zusammenarbeit zwischen den Universitäten Bozen, Trient und Innsbruck ganz konkret Form an“, erläutert Prof. Massimo Tagliavini, Dekan der Bozner Fakultät für Naturwissenschaften und Technik. „Wir bereichern somit unser spezialisiertes Lehrangebot im Bereich der Energie, der auch einen unserer vier Forschungsschwerpunkte an der Fakultät darstellt und der sich mit dem Technologiepark - der in Bozen entstehen soll – zu einem Forschungsschwerpunkt herauskristallisieren wird.“
Diese gemeinsame Herausforderung wird keinesfalls an den Grenzen der Regionen halt machen: „Ziel des Studiengangs ist es, Ingenieure auszubilden, welche die Anforderungen im nachhaltigen Energiemarkt annehmen können, eines der wichtigsten Entwicklungsziele, welches die Europäische Union sich gesteckt hat“, unterstreicht Prof. Marco Tubino, Dekan der Fakultät für Ingenieurwesen in Trient, der auch die direkte Verbindung zur Forschung hervorhebt: „Der Studiengang dient auch als Ausgangspunkt für die Einrichtung eines interdisziplinären Kompetenzzentrums im Energiesektor, dank der Zusammenarbeit mit den Partneruniversitäten in diesem Projekt.“
Prof. Andrea Gasparella, der als Professor der Freien Universität Bozen maßgeblich an der Einrichtung dieses Studiengangs mitgewirkt hat, sagt, dass es „im Kurs vor allem um den effizienten Umgang mit Energie und den Umstieg auf erneuerbare Energiequellen geht. Diesen Studiengang genau hier zu gründen macht Sinn, weil unsere Region prädestiniert ist für solche Themen. Wir verfügen über viele natürliche Energiequellen und wissen um das sensible Gleichgewicht der Natur und ihrer Ressourcen.“
In den zwei Studienjahren erwerben die Studierenden Kompetenzen in Fächern wie funktionelles Maschinendesign, Thermodynamik, Turbomaschinen und Verbrennungskraftmaschinen, Wasserkraftwerke sowie Technologien und Materialen für Energieingenieurwesen. Auch die Planung und Steuerung im Energiebereich, wozu auch die Wärmekraftkopplung und erneuerbare Energiequellen zählen, zählt zum Studienprogramm. „Den Absolventen öffnen sich auch hervorragende Möglichkeiten in Forschung und Entwicklung“, ergänzt Prof. Paolo Baggio, Dozent der Universität Trient.
Einschreibung und Berufsaussichten
Die Vorinskriptionsphase für diesen Master startet demnächst. Bewerben können sich Interessierte für die 44 Studienplätze bis zum 20. August. Voraussetzung für die Zulassung sind sprachliche Mindestkompetenzen auf Niveau C1 (Europäischer Referenzrahmen) in einer und Niveau B2 in einer zweiten der drei Vorlesungssprachen (Deutsch, Italienisch und Englisch) sowie der Besitz eines grundständigen Studiengangstitels in den Bereichen Industrie- oder Umweltingenieurwesen.
Die Vorlesungen werden semestral abwechselnd in Bozen und in Trient abgehalten.
Ziel des Studiengangs ist es, Spezialisten auszubilden, die in Hinblick auf die verschiedenen Aspekte der Projektierung, Realisierung und Führung von integrierten Energiesystemen ausgebildet werden, sei es für Produktionsanlagen im Sektor erneuerbare Energien, sei es für Niedrigenergiegebäude oder für Stromanlagen für Produktion wie Verteilung auf lokaler Ebene. Wir möchten Absolventen ausbilden, die als Freiberufler ebenso agil sind wie in ihrer Arbeit für öffentliche und private Unternehmen, für Industrien in Energie- und Wärmetechnikindustrie sowie für Stromversorgungsbetriebe des öffentlichen wie privaten Sektors.
(vic)