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Bauernbund-Preis für vier Studierende
14.06.2012
Bauernbund-Preis für vier StudierendeUniNews
Joseph Fink, Elias Gamper, Thomas Bringhenti und Christian Springeth – so heißen die Gewinner des erstmals ausgeschriebenen Südtiroler Bauernbundpreises, die heute für ihre Analyse der Situation der Landwirte in den Gemeinden Proveis und St. Martin im Passeier ausgezeichnet wurden. Sie führten ihre Erhebung im Rahmen eines Kursprojekts bei Prof. Christian Fischer durch und wurden von SBB-Landesobmann Leo Tiefenthaler besonders für ihre Darstellung der Abwanderungsspirale aus den kleinen Gemeinden gelobt.
Die Studierenden des Studiengangs Agrarwissenschaften und Agrartechnologie der Fakultät für Naturwissenschaften und Technik analysierten in ihrer Vorlesung „Einführung in die Agrarökonomie und -politik“ acht Südtiroler Gemeinden und befragten Hofinhaber und Hofübernehmer zu ihrer Wirtschaftssituation, Produktion, Ausbildung und Zukunftsperspektiven. Für das Projekt suchte ihr Professor Christian Fischer die Kooperation mit dem Südtiroler Bauernbund (SBB). Den SBB interessieren die erhobenen Daten der rund 180 Interviews sehr, denn, so Landesobmann Leo Tiefenthaler: „Wir hoffen, mit solchen Untersuchungen der Abwanderung vor Ort entgegen wirken zu können und wir suchen ständig junge Forscher, die uns dabei helfen können.“
Die Studierenden teilten sich in vier Gruppen mit jeweils vier Mitgliedern auf und besuchten eine strukturschwache und eine strukturstarke Gemeinde, in der sie die Landwirte trafen und befragten. Ihre Ergebnisse präsentierten sie heute vor einer Jury bestehend aus SBB-Vizedirektor Ulrich Höllrigl, Landesbäuerin Hiltraud Erschbaumer, dem Landesobmannstellvertreter der Bauernjugend, Alfred Sinner, und ihrem Professor Christian Fischer.
Die Entscheidung fiel eindeutig auf die Gruppe Fink, Gamper, Bringhenti und Springeth, da sie, so Fischer nicht nur klar vortrugen, sondern auch die „Abwanderungsspirale“ in strukturschwachen Gemeinden erläuterten, welche auch aufgrund des Mangels an Dorfleben, Kindern und sozialen Strukturen entsteht. Gelobt wurden die vier Studenten außerdem für ihr „Weiterdenken“, da sie auch Lösungsansätze gegen die Abwanderung aus diesen Gemeinden präsentierten.
„Das Projekt hat Spaß gemacht; in die Gemeinden zu fahren und direkt mit Bauern reden zu können, war ganz anders als der traditionelle Frontalunterricht“, erzählt Student Joseph Fink. Die gesammelten Daten werden dazu beitragen, die Situation der Südtiroler Landwirtschaft und Landwirte zu verbessern und Prof. Fischer hofft, „dass die Zusammenarbeit zwischen unserer Fakultät und dem Bauernbund künftig noch weiter vertieft werden kann.“

Im Bild v.l.n.r.: Landesbäuerin Hiltraud Erschbaumer, SBJ-Landesobmannstellvertreter Alfred Sinner, die Studenten Joseph Fink, Elias Gamper, Thomas Bringhenti und Christian Springeth, Prof. Christian Fischer, SBB-Landesobmann Leo Tiefenthaler und SBB-Vizedirektor Ulrich Höllrigl.
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