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Free University of Bozen - Bolzano

19 Apr 2017 20 Apr 2017

Raum und Region in der historischen Forschung

Internationale Tagung zur räumlichen Dimension der Geschichtsschreibung

Datum 19 Apr 2017 - 00:00 20 Apr 2017 - 23:59

Mehr Informationen Oswald Überegger
oswald.ueberegger@unibz.it

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Beschreibung

Der Raum stellt nicht nur eine fundamentale Dimension der menschlichen Existenz, sondern auch eine grundlegende Kategorie historischer Überlegungen dar. Trotz ihrer wesentlichen Bedeutung blieben in den Geisteswissenschaften räumliche Perspektiven häufig im Schatten anderer Kategorien, etwa – und vor allem – der Kategorie Zeit. In der Historiographie wurde der Raum lange Zeit als eine gegebene, kaum zu hinterfragende Kategorie angesehen, die keiner tiefergehenden Reflexion bedurfte. Daraus resultierten räumliche Definitionen, die Regionen bevorzugt als geographisch klar „gerahmtes“ oder politisch-herrschaftlich definiertes Territorium interpretierten. Die traditionelle mitteleuropäische – und vor allem deutschsprachige – Landesgeschichte begriff das „Land“ primär als herrschaftliche, verwaltungs- und rechtshistorische oder geographisch-landeskundliche Größe und konzentrierte sich lange in charakteristischer Verengung vornehmlich auf Themen der landeskundlichen historischen Mediävistik und der „Kulturraumforschung“.

Im Rahmen der internationalen Tagung „Raum und Region in der historischen Forschung“, die am 19./20. April 2017 an der Freien Universität Bozen (Fakultät für Bildungswissenschaften in Brixen) stattfindet, werden theoretische und methodische Fragen der modernen Regionalgeschichte diskutiert. Im Zentrum stehen moderne, innovative Zugänge zu Raum und Region sowie aktuelle Entwicklungen in der Erforschung regionaler Räume.
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