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Freie Universität Bozen

Die Fakultät für Design und Künste beim Fuorisalone in Mailand
Matteo Scalabrini präsentiert beim Fuorisalone sein Projekt "Lithium"

Press releases

Die Fakultät für Design und Künste beim Fuorisalone in Mailand

In Mailand herrscht Aufbruchstimmung beim „Fuorisalone“ mit einer Reihe von Ausstellungen, Talks und Installationen: mittendrin die Fakultät für Design und Künste, die mit zwei Projekten mitwirkt.

Der Name ist Programm: in der Ausstellung The Lost Graduation Show dürfen Absolvent*innen von Designfakultäten und Akademien ihre Werke ausstellen, was ihnen im Pandemiejahr 2020 völlig verwehrt blieb. Für diese jungen Designer*innen wurde die Lost Graduation Show konzipiert, um ihnen ihr Debüt in der Branche zu ermöglichen und den wichtigen Dialog über die Zukunft des Designs wieder aufzunehmen.

Fünf Abschlussprojekte von Studierenden der Fakultät für Design und Kunst wurden für die Ausstellung im Rahmen des Fuorisalone ausgewählt und sind nun Teil von 170 studentischen Projekten aus 48 Designschulen in 22 Ländern. Die Gesamtauswahl erfolgte aus über 300 Schulen aus 59 Ländern in aller Welt.

„Eine hohe Sensibilität für menschliche Bedürfnisse und die Nachhaltigkeit stets im Blick, das ist der rote Faden, der sich durch unsere eingereichten Arbeiten zieht“ so Dekan Prof. Nitzan Cohen, der Aufbau sowie Ausstellung der Arbeiten der Fakultät für Design und Künste in Mailand diese Woche begleitet.

Eine Auswahl der Arbeiten: Das Inclusive Wearable Toy von Nicole Magagnotti Panizza. Es handelt sich um ein modulares Spielzeug, das die sensorischen Bedürfnisse des Kindes in Verbindung mit der Natur anspricht. Es wurde für pädagogische und therapeutische Zwecke entwickelt und fördert die Entwicklung und das persönliche Wachstum des Kindes, es stimuliert die Interaktion und die emotionale Zuneigung. Die Studentin stellte sich in der Konzeption die Frage: „Ist es möglich, gleichzeitig zu spielen, zu heilen und zu lernen?“

In Kargheit untersuchte Florian Brunner die traditionelle Südtiroler „Kopfkraxe" und entwickelte eine moderne Version, die sich durch ein hohes Maß an Stabilität und Funktionalität auszeichnet. Sie bietet durch ihre einfache Form Platz für sperrige Güter und kann als Rucksack verwendet werden. Reparatur und Lagerung sind einfach. Innovative Fertigungstechniken und die Auswahl zeitgemäßer Materialien ermöglichen es, den Rucksack im Baukastensystem zu erweitern und an die Bedürfnisse des Alltags anzupassen.

Mit seinem Projekt Lithium stellt Matteo Scalabrini ein zukunftsorientiertes elektronisches Ökosystem dar, mit Blick auf den aktuellen Stand der Lithiumtechnologie und die daraus resultierenden Umweltgefahren. Er konzipierte ein mit Lithium-Ionen-Zellen betriebenes Batteriemodulsystem, das die Art und Weise verändert, wie Strom in elektronische Geräte gelangt. Das Projekt umfasst ein spezielles Batteriemodul, das in einem neuen Ökosystem elektronischer Geräte eingesetzt werden kann - vom E-Skateboard bis zum Bluetooth-Lautsprecher.

Der Studiengangsleiter des Masters „Design for Children“, Prof. Giorgio Camuffo, hat für die Ausstellung BASE zwei studentische Projekte ins Rennen geschickt: einerseits die Zeichenmaschinen, welche die Kinder in kreativer Art und Weise zur künstlerischen Betätigung hinführen und in der Vergangenheit bereits auf der Triennale für Furore gesorgt haben, andererseits 30 Buchprojekte seiner Studierenden, die jüngst in seinen Kursen der visuellen Kommunikation realisiert wurden. „Die Bücher zeigen auf, dass die Buchkunst bei uns an der Fakultät einen hohen Stellenwert einnimmt“, so Prof. Giorgio Camuffo. „Die Studierenden meistern ihre Aufgabe mit Begeisterung und haben Bücher zu verschiedensten Themenstellungen realisiert, von der Klimakrise über Kinder- und Kochbücher bis hin zum Umgang mit Trauer. Auch unsere Ausstellung im „BASE“ hat ein Student, Andrea Maffei, konzipiert.“

(vic)