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Free University of Bozen - Bolzano

UniNews

Von Schülern für Schüler: das Projekt PALM wählt völlig neuen Ansatz

PALM ist der Name eines Erasmus-Plus-Projekts, bei welchem unibz mit europäischen Universitäten und verschiedenen Südtiroler Schulen kooperiert.

PALM steht für Promoting authentic language acquisition in multilingual contexts; dabei geht es um die Produktion authentischer Text in Deutsch, Italienisch und Ladinisch (bzw. anderer europäischer Sprachen) von Seiten der Grund- und Mittelschüler in besagter Altersgruppe und um die Datenerfassung auf einer online-Plattform, die für den Erwerb einer Zweit- oder Fremdsprache genutzt werden kann. Die absolute Neuheit des Projektes liegt in den Unterrichtsunterlagen, mit denen für den Spracherwerb gearbeitet wird: es sind Muttersprachler, die die Unterlagen für Schüler ihrer Altersgruppe kreieren.

Projektleiter des von der EU finanzierten Programmes Erasmus Plus ist die Pädagogische Hochschule Niederösterreich, die ein Netzwerk kreiert hat, zu welchem die Freie Universität Bozen, die Universität Zypern, die Universität Pécs, die NILE Norwich und die Pädagogische Hochschule Burgenland zählen. Gemeinsam kooperieren sie jeweils mit Schulen ihres Einzugsgebietes. In Südtirol wurden Schulen aller drei Sprachgruppen einbezogen: der Schulsprengel 1 im Zentrum von Bozen, die Volksschule A. Rosmini in Brixen, die ladinische Volksschule in St. Ulrich und die deutsche Volksschule in Klausen.

„Vom 31. Jänner bis zum 4. Februar arbeiten wir mit unseren Kollegen aus dem Ausland und den Lehrern der Partnerschulen, um das Material in der Pilotphase von PALM für den Unterricht in Deutsch, Italienisch und Ladinisch zu erstellen”, erläutert Renata Zanin, Forscherin für Sprachdidaktik an der Fakultät für Bildungswissenschaften. Sie koordiniert PALM für die unibz gemeinsam mit den Forschern Lorenzo Spreafico, Monica Parricchi und Genoveffa Ploner. „Im Anschluss werden die Unterrichtsunterlagen der Projektpartner für Deutsch, Ladinisch und Englisch diskutiert und bewertet.”

Während der Treffen an der Fakultät für Bildungswissenschaften werden die Sprachkompetenzen der jungen Lerner in der Zweitsprache bewertet und ein mehrsprachiger Textcorpus wie auch eine interaktive Plattform für den frühen Zweitspracherwerb erstellt. Die Partner nehmen in dieser Woche an Schulbesuchen teil, um ihre Kenntnis des Südtiroler Schulsystems zu vertiefen.

vic/03.02.2017

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