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Free University of Bozen-Bolzano

UniNews

Industrie 4.0 für KMU: Impulse der unibz für lokale Wirtschaft

Welches Potenzial hat Industrie 4.0 für Klein- und Mittelbetriebe? Dieser Frage widmen sich diese Woche gleich zwei Veranstaltungen der Fakultät für Naturwissenschaften und Technik.


Südtirols Klein- und Mittelbetriebe sehen derzeit vor einer der größten und zugleich chancenreichsten Herausforderungen der jüngeren Vergangenheit: der Anpassung an eine Produktionswelt, die von den Technologien der Industrie 4.0 revolutioniert wird. An der Fakultät für Naturwissenschaften und Technik widmet sich eine Forschungsgruppe rund um Prof. Dominik Matt dem Thema und begleitet lokale Betriebe bei diesem Umstellungs- und Anpassungsprozess. Konkrete Impulse dazu gab es bereits zu Beginn dieser Woche bei einem Workshop der Vereinigung AITEM (Associazione Italiana di Tecnologia Meccanica) mit über 80 Professoren und Forschern, die von der Gruppe für Produktionsingenieurwesen unter Leitung von Prof. Dominik Matt am Campus der unibz organisiert wurde. Vortragende lokaler Unternehmen sowie von Forschungszentren aus dem deutschen und italienischen Sprachraum berichteten über ihre konkreten Erfahrungen mit der Implementierung von Technologien der Industrie 4.0.   

 „Industrie 4.0 ist ein Entwicklungsprozess, der nicht nur zu mehr Automatisierung, sondern auch einer größeren Vernetzung der industriellen Produktion führt und das gesamte verarbeitende Gewerbe immer tiefgehender verändern wird“, sagt Prof. Dominik Matt. In Südtirol, wo der Produktionssektor fast ausschließlich aus KMUs besteht, sieht er die Gefahr, dass die Chancen der vierten industriellen Revolution aus Mangel an finanziellen Mitteln und einer spezialisierten und multidisziplinären wissenschaftlichen Begleitung nicht ausreichend genutzt werden können. „Deshalb bieten wir mit Initiativen wie dieser einmal mehr eine noch engere Zusammenarbeit der Freien Universität Bozen mit der lokalen Wirtschaft an“, unterstreicht Dominik Matt.

Am heutigen Freitag und morgigen Samstag geht die Woche der Industrie 4.0 an der Fakultät für Naturwissenschaft und Technik weiter – mit dem jährlichen Forschungsseminar der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Arbeitswissenschaften und Betriebsorganisation (WGAB), das im NOI Techpark abgehalten wird. Die Vereinigung bemüht sich um die Förderung von Forschung und Lehre in der Arbeits- und Betriebsorganisation deutschsprachiger Universitäten. Zu ihren Mitgliedern zählt ein Kreis namhafter Professoren und Wissenschaftler aus dem deutschen Sprachraum, dessen „südlichstes Mitglied“ Prof. Dominik Matt ist.
(su)
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