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Free University of Bozen-Bolzano

UniNews

Spielerisches Zusammenleben

Mit einem kooperativen Spiel stellt die Design-Absolventin Paula Boldrin Schulen ein Werkzeug zur Verfügung, um Brücken zwischen den Sprachgruppe zu überwinden.

"Je mehr wir miteinander zu tun haben, desto besser verstehen wir uns". Dieser Schlüssel für die Zukunft des Zusammenlebens der Sprachgruppen in Südtirol, den Alexander Langer in seinen Zehn Punkten fürs Zusammenleben weitergegeben hat, bildete die Inspiration für eine Abschlussarbeit an der Fakultät für Design und Künste der unibz, die von Valeria Burgio und Gianluca Camillini betreut wurde. „3ffen“ nennt sich ein kooperatives Spiel für Kinder zwischen sechs und zehn Jahren, das Paula Boldrin in diesem Rahmen für Schulen und Bildungseinrichtungen entwickelt hat. 

Auch bei der Konzeption der Spielregeln lehnt sich die Boznerin stark an Langers Erbe an. Um die Hindernisse zu überwinden, die auf den geometrisch gestalteten Spielkarten auf die Kinder warten, müssen sie Brücken bauen, Barrieren überspringen und neue Horizonte erforschen. „Ich habe mich bewusst dafür entschieden, die Werte Alexander Langers in einen spielerischen Kontext zu setzen, um Themen wie das Zusammenleben verschiedener Sprachgruppen, die Kooperation und die Konstruktion einer gemeinsamen Geschichte in einem Alter näherzubringen, in dem Kinder noch weitgehend von den Vorurteilen der Erwachsenenwelt unbeeinflusst sind“, erklärt die frisch diplomierte Designerin. 

Ob die Kinder auch entsprechend darauf ansprechen, teste Boldrin bereits bei der Entwicklung des Spiels, in das sie Schülerinnen und Schüler der Bozner Grundschule Alexander Langer miteinbezog. „Das Spiel ist sowohl bei den Kindern wie auch bei den Lehrpersonen auf große Begeisterung gestoßen“, sagt Boldrin. Für jüngere Kinder hat sie eine Version mit großen Spielkarten und Würfeln entwickelt, die auf dem Boden gespielt wird. Darüber hinaus gibt es eine Tischversion für eine etwas ältere Zielgruppe. Um das Spiel jedoch allen Schulen und interessierten Bildungseinrichtungen anbieten zu können, bräuchte die Designerin noch Geldgeber. „Bislang habe ich nur die Version, die ich für meine Diplomarbeit entwickelt haben. Um also in Serie zu gehen, oder zumindest mehrere Kopien anbieten zu können, suche ich derzeit noch Interessierte, die mich dabei finanziell unterstützen", so Paula Boldrin. 

(su)