Skip to content

Free University of Bozen-Bolzano

Competence Centre Regional History News

Neuerscheinung: Epochenbruch 1918/19?

Der Band "Epochenbruch 1918/19? Die Habsburgermonarchie und die Pariser Friedensverträge – eine Neubewertung" mit einem Beitrag von Oswald Überegger ist erschienen.

Neuerscheinung: Brigitte Mazohl, Kurt Scharr (Hg.), Epochenbruch 1918/19? Die Habsburgermonarchie und die Pariser Friedensverträge – eine Neubewertung, Innsbruck 2021.

War die Habsburgermonarchie ein Auslaufmodell oder kann sie als Zukunftsmodell für das heutige Europa dienen? Wie entwickelten sich nach dem Zusammenbruch des Vielvölkerstaates die Nachfolgestaaten, einschließlich der Republik Österreich, die nur noch als der „Rest“ vom vormaligen Imperium angesehen wurde? Um diese Fragen und um noch viel mehr geht es in der vorliegenden Publikation. Aus zwei Tagungen in Zusammenarbeit zwischen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und der Akademie Deutsch/Italienischer Studien /Accademia di Studi Italo-Tedeschi in Meran hervorgegangen, versammelt sie eine Reihe von Beiträgen namhafter internationaler Expert*innen. Mit Kriegsende 1918 galt es Europa neu zu ordnen. Das Prinzip des Selbstbestimmungsrechtes der Völker sollte Leitlinie sein, konnte sich allerdings auf den Pariser Konferenzen nicht durchsetzen. Allein der für manche Staaten jetzt erfüllte Traum eines ethnisch homogenen Nationalstaates barg bereits zeitgenössisch Widersprüche in sich. Und gab es nicht über die neuen Grenzen und den vermeintlichen Epochenbruch von 1918 hinweg auch zahlreiche Kontinuitäten, die allerdings lange Zeit in der Tradition nationalstaatlicher Historiographien übersehen wurden? So umfassen sowohl die Komplexität der Friedensverträge ebenso wie die Neubewertung der Habsburgermonarchie nach wie vor ein weites Forschungsfeld. Die Beantwortung der mittlerweile sichtbar gewordenen Fragenkomplexe kann letztlich nur über eine ebenso intensive wie nationale Grenzen überschreitende Zusammenarbeit im Rahmen eines kontinuierlichen wissenschaftlichen Austausches geleistet werden. Die Ergebnisse der beiden Meraner Tagungen wollen hierfür einen Ansatz liefern.

Der Band enthält einen Beitrag von Oswald Überegger mit dem Titel: "Territorialpolitik zwischen Idealen, Emotionen und Interessen. Die Tiroler Grenzfrage auf de Pariser Friedenskonferenz 1919 aus diskurs- und entscheidungshistorischer Perspektive".



This content cannot be accessed due to your cookies preferences. Please change your consent to view it.

Feedback / Request info