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Libera Università di Bolzano

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Internet der Dinge

Wie gelingt es, mehr Prosperität durch Strategien, welche die Industrie 4.0 bietet, zu erwirtschaften?“ Um diese Themenstellung dreht sich der internationale Workshop "Internet of Things".

Der internationale Workshop „Internet of Things, Energy Awareness and Sustainability“, organisiert von den Professoren Paolo Lugli (Rektor unibz), Andreas Metzner-Szigeth (unibz) und Wolfgang Porod (USA), findet am Montag, 10. Juli und Dienstag, 11. Juli statt.

Vier Themenblöcke wurden an den zwei Tagen definiert, die das Internet der Dinge (IoT – Internet of Things) in Bezug auf Industrie 4.0, auf Nachhaltigkeit, neue Technologien und die Landwirtschaft behandeln. 
„Das Internet der Dinge ist von großem Interesse für Industrie und Gesellschaft, legt es doch enorme Einsparmöglichkeit an Ressourcen und Energie offen und ermöglicht eine höhere Automatisierung, und Effizienz“, erläutert Organisator Prof. Paolo Lugli, Rektor der Freien Universität Bozen. Gerade deswegen wird der erste Themenblock am Montag diese Thematik umreißen: Prof. Dominik Matt wird die Möglichkeiten für kleine und mittelständische Unternehmen in Bezug auf Industrie 4.0 herausarbeiten, Tim Stock von der TU Berlin skizziert die Entwicklung der deutschen Industrie mit nachhaltigen Produktionsmethoden, unibz-Wirtschaftsprofessor Michael Nippa begleitet das Konzept mit Managementstrategien und Paul Mairl (GKN Sinter Metals) liefert den Wirtschaftsaspekt für diesen ersten Themenblock.
Das Internet der Dinge, also die smarte Vernetzung von Mensch und Technik, hält großes Disruptionspotential bereit, wird sich doch unser Leben revolutionär wandeln: In Wirtschaftsdaten gesprochen geht es gemäß den Organisatoren des Workshops um ein ökonomisches Volumen von 3-6 Mrd Dollar im Jahr 2025.

„In der Konzeption geht es uns um künftige Gestaltungsoptionen, welche uns die neuen Technologien eröffnen“, so Prof. Andreas Metzner Szigeth, Kommunikationsprofessor an der Bozner Fakultät für Design und Künste. „Basierend auf visionäre Autoren wie Jeremy Rifkin steht ein neuer industrieller Industriezyklus bevor. Auf positive wie kritische Auswirkungen werde ich in meinem Eingangsreferat Stellung nehmen, habe ich mich doch lange Zeit mit Zukunftsforschung beschäftigt.“

Im Bereich der Landwirtschaft wird es beim internationalen Workshop um das Thema der „smarten Landwirtschaft“ gehen. Bereits jetzt experimentiert z.B. die deutsche Telekom mit Technologien, die sie in Bienenstöcken anbringt, um eine dauerhafte Kontrolle über Temperatur, Luftfeuchtigkeit oder beginnende Keime im Bienenstock zu erhalten. In diesem Themenblock wird Informatikprofessor Johann Gamper aufzeigen, wie eine dauerhafte Kontrolle von Daten in der Landwirtschaft den Einsatz von Düngung wie Bewässerung optimieren und daher nachhaltig geringer gestalten kann. 

Auch der Bereich Smart Cities wird spannende Beiträge liefern, steht doch durch Car Sharing, selbst fahrender elektrischer, in Leichtbauweise gebauter Autos eine mögliche Revolution an. Referent Bernhard Müller wird dazu sicher eine kritische Bestandsaufnahme der Thematik einer ökologischen Stadtentwicklung ziehen.

„Das Internet der Dinge ist eine technologische Realität, die die Art der Produktion in der Industrie und des landwirtschaftlichen Anbaus weltweit – und somit auch in Südtirol – grundlegend verändern wird“, resümiert Prof. Paolo Lugli. „Daher möchten wir als Universität wichtige Experten in diesem Bereich an die Universität holen, die das Internet der Dinge aus dem Blickwinkel der Technik aber auch mit Blick auf die sozialen Auswirkungen bewerten.“

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