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Archive: Arsenale der Macht und Schlüssel zum Menschen: Vortrag von Erika Kustatscher

Im Rahmen der Vortragsreihe „Alter Ego. Wie aus leben Erbe wird“ gibt die Historikerin Erika Kustatscher am 10. Dezember einen Einblick in die Welt der Archive.

“Alter Ego. Wie aus leben Erbe wird“, ist eine öffentlich zugängliche Vorlesungsreihe im Rahmen des Studium Generale der Freien Universität Bozen übertitelt, die von der Fakultät für Design und Künste / Plattform für Kulturerbe und Kulturproduktion organisiert wird. In acht Vorlesungen und einer Führung wird Kulturerbe aus unterschiedlichen Perspektiven und der Umgang damit als zeitgenössische Aufgabe betrachtet und diskutiert. 

Am Dienstag, den 10. Dezember 2019, nimmt die Historikerin, Archivarin und Direktorin des Diözesanarchivs in Brixen Erika Kustatscher alle Interessierten auf eine Reise in die Welt der Archive mit. 
Neben einer Begriffsdefinition liefert sie dazu einen historischen Abriss, der den Wandel des Archivs vom Reservoir grundlegender Rechtstitel zu einer Stätte wissenschaftlicher Forschung nachzeichnet. Zum besseren Verständnis werden zentrale Begriffe aus der Archivkunde erklärt und Probleme der Alltagsarbeit im Archiv angesprochen. Die Ausführungen, die, ausgehend vom Diözesanarchiv Brixen besonders das klassische historische Archiv in den Blick nehmen, kulminieren in grundsätzlichen Überlegungen zur Rolle der Archivare: Deren Aufgabe wird nicht primär im sogenannten Records Management gesehen, sondern in der aktiven Anteilnahme und teilweisen Mitgestaltung der Forschung. 

Erika Kustatscher ist in Brixen geboren, studierte an der Universität Innsbruck Geschichte, deutsche und klassische Philologie (Latein) und promovierte 1987. Nach der Ausbildung in Paläographie, Diplomatik und Archivkunde war sie am Südtiroler Landesarchiv als Volontärin tätig und viele Jahre Gymnasiallehrerin. Seit 2008 nimmt sie Lehraufträge am Institut für Geschichte und europäische Ethnologie der Universität Innsbruck wahr und habilitierte sich 2014 für das Fach Österreichische Geschichte. Seit 2017 ist sie Direktorin des Diözesanarchivs in Brixen. Kustatscher ist Autorin von acht Monographien und zahlreichen Aufsätzen aus den Bereichen Quellenedition, Sozialgeschichte, Kirchen- und Theologiegeschichte sowie Geschichte politischer Ideen mit jeweiligem Bezug zur Tiroler Landesgeschichte bzw. zur Geschichte Österreichs. Zudem ist sie Trägerin des „Walther von der Vogelweide“ Förderpreises, des Förderungspreises des Landes Tirol für Wissenschaft und des Theodor-Körner-Förderpreises.

Ihr Vortrag findet am Dienstag, den 10. Dezember, ab 18 Uhr im Hörsaal C3.06 des Campus Bozen der Freien Universität Bozen statt. Die Veranstaltung der Plattform Kulturerbe und Kulturproduktion / Fakultät für Design und Künste ist öffentlich zugänglich. 

Für Rückfragen stehen Prof. Dr. Gerhard Glüher und Waltraud Kofler Engl zur Verfügung. Organisatorische Fragen zur Veranstaltung werden unter studiumgenerale@unibz.it beantwortet.

(su)