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Free University of Bozen-Bolzano

UniNews

Eine Million Euro für die Mobilität von Forschenden

Sieben Forschende mit internationaler Erfahrung werden in den kommenden zwei Jahren in Südtirol arbeiten dank einer eigenen Förderung des Landes Südtirol.

Das Land Südtirol hat im Vorjahr zum zweiten Mal einen Wettbewerb zur Förderung der internationalen Mobilität von Forscherinnen und Forschern ausgeschrieben und dafür fast eine Million Euro (964.000 €) zur Verfügung gestellt. Nun hat die Landesabteilung Innovation, Forschung und Universität die Rangordnung veröffentlicht, nach der die einzelnen Mobilitätsprojekte in den Jahren 2020 und 2021 bezuschusst werden sollen. Insgesamt sieben internationale Forscher und Forscherinnen im Alter zwischen 30 und 55 Jahren werden demnach in den Jahren 2020 und 2021 mit Unterstützung des Landes sechs bis 24 Monaten lang an Forschungseinrichtung in Südtirol tätig sein.

Ziel der Landesförderung ist es, die Internationalisierung der wissenschaftlichen Tätigkeit Südtirols voranzubringen. Einer der geförderten Forscher ist der 32-jährige Simon Unterholzner aus Lana, der im Bereich der Pflanzengenetik arbeitet und zuvor in München und in Rom geforscht hat. An der Fakultät für Naturwissenschaften und Technik der Freien Universität Bozen untersucht er, wie das Pflanzengenom auf die Bedingungen der Umgebung reagiert, beispielsweise die Anwesenheit von Wasser oder Nährstoffen. „Ich möchte auch in Zukunft in Südtirol tätig sein, aber es wird vom akademischen Umfeld und dessen Entwicklung abhängen", sagt Unterholzner.

„Die Forschung trägt dazu bei, die wissenschaftliche Arbeit zu beleben und den wissenschaftlichen Austausch in unserem Land anzufeuern", betont Landeshauptmann Arno Kompatscher. Mit der Förderung der Mobilität von Forschenden wolle das Land dem sogenannten Brain-Drain entgegenwirken. Abteilungsdirektor Vito Zingerle verweist darauf, dass die Landesbestimmungen zur Förderung der internationalen Mobilität von Forschern und Forscherinnen Auslandsaufenthalte von Südtiroler Forschenden ebenso unterstütze, wie Forschungsprojekte internationaler Wissenschaftler an einer Südtiroler Einrichtung.
(lpa)