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Freie Universität Bozen

Lifelonglearnig

Semester 2 · 64223 · Bachelor in Sozialpädagogik · 9KP · DE · IT


Der Kurs befasst sich mit Bildung, Lernen und sozialpädagogischem Handeln im Lebensverlauf und richtet den Blick auf Kindheit, Jugend, Erwachsenenalter und hohes Alter. Ausgehend von zentralen erziehungswissenschaftlichen Theorien und kritisch-pädagogischen Perspektiven werden Bildungs-, Lern- und Care-Prozesse sowie Fragen von Partizipation, Diversität, Inklusion und sozialer Gerechtigkeit in formalen, non-formalen und informellen Kontexten analysiert.
Der Kurs vermittelt theoretische und methodische Grundlagen zur Analyse, Gestaltung und Evaluation (sozial-) pädagogischer Interventionen und fördert die Entwicklung professioneller Kompetenzen für die Arbeit in Bildungs-, Sozial- und Gemeinwesenkontexten.

Lehrende: Iris Nentwig-Gesemann, Silke Werth

Vorlesungsstunden: 54
Laboratoriumsstunden: 0
Anwesenheitpflicht: Laut Studiengangsregelung

Themen der Lehrveranstaltung
- Bildung, Lernen und Lebenslanges Lernen: theoretische und methodologische Grundlagen - Bildung und Sozialisation im Lebensverlauf: von der frühen Kindheit bis ins höhere Lebensalter - Bildungs-, Lern- und Sozialisationskontexte sowie Bildungsübergänge - Kinderrechte, Partizipation, soziale Teilhabe und demokratische Bildung - Nationale und europäische Entwicklungen des Lebenslangen Lernens - Professionelles pädagogisches Handeln sowie Entwicklung und Gestaltung von Bildungsangeboten in Bildungs-, Sozial- und Gemeinwesenkontexten

Unterrichtsform
Vorlesung mit integrierten Plenumsdiskussionen und Arbeitsphasen in Kleingruppen

Bildungsziele
Wissen / Verstehen - Grundlegende Kenntnisse zentraler Begriffe, Konzepte und Theorien der Sozialpädagogik sowie der Pädagogik des Lebensverlaufs mit besonderer Berücksichtigung von Kindheit, Jugend, Erwachsenenalter und höherem Lebensalter. - Verständnis der Bedeutung formaler, non-formaler und informeller Bildungsprozesse sowie zentraler sozialpädagogischer Handlungsfelder im Lebensverlauf. - Verständnis von Partizipation, Menschenrechten, Diversität und Inklusion als handlungsleitende Prinzipien sozialpädagogischer Praxis. - Kenntnis der rechtlichen, institutionellen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sowie zentraler nationaler und europäischer Strategien im Bereich Bildung und lebenslanges Lernen.. Anwenden von Wissen / Verstehen - Analyse, Planung und Evaluation pädagogischer und sozialpädagogischer Bildungs-, Begleitungs- und Unterstützungsangebote für unterschiedliche Altersgruppen und Lebenslagen. - Anwendung zentraler Konzepte des lebenslangen Lernens und der Sozialpädagogik auf unterschiedliche institutionelle und lebensweltliche Kontexte. - Gestaltung professionellen Handelns unter Berücksichtigung von Partizipation, Lebensweltorientierung, Diversität und Inklusion. - Nutzung wissenschaftlicher Fachliteratur zur Begründung, Reflexion und Weiterentwicklung sozialpädagogischer Praxis Urteilsvermögen - Kritische Reflexion pädagogischer und sozialpädagogischer Theorien sowie ihrer Bedeutung für unterschiedliche Handlungsfelder im Lebensverlauf. - Beurteilung von Bildungs-, Betreuungs- und Unterstützungsangeboten hinsichtlich ihrer Qualität, Teilhabeorientierung, Bildungsgerechtigkeit und sozialen Inklusion. - Reflexion der eigenen professionellen Rolle und des eigenen professionellen Selbstverständnisses im Kontext sozialpädagogischen Handelns. Kommunikation - Präsentation und Diskussion theoretischer Konzepte sowie praxisbezogener Fragestellungen aus unterschiedlichen sozialpädagogischen Handlungsfeldern. - Fachlich fundierte Darstellung und Begründung pädagogischer Handlungskonzepte unter Einbezug wissenschaftlicher Erkenntnisse. - Argumentative Vertretung pädagogischer Positionen zu Partizipation, Diversität, Menschenrechten und sozialer Gerechtigkeit im professionellen Diskurs. Lernstrategien - Selbstständige Erschließung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse der Sozialpädagogik sowie angrenzender erziehungswissenschaftlicher Disziplinen. - Reflexion und Verarbeitung neuer theoretischer und empirischer Erkenntnisse für das eigene professionelle Handeln. - Entwicklung von Strategien zur Verbindung von Theorie und Praxis in unterschiedlichen institutionellen und lebensweltlichen Kontexten über den gesamten Lebensverlauf hinweg. - Nutzung wissenschaftlicher Reflexion als Grundlage der eigenen Professionalisierung und des lebenslangen Lernens.

Art der Prüfung
Modulinterne Leistung: Referat Abschließende mündliche Prüfung: fallbezogene Reflexion eines sozialpädagogischen Falles unter Einbezug theoretischer Konzepte

Bewertungskriterien
Fachwissen und theoriegeleiteter Transfer auf pädagogische bzw. sozialpädagogische Praxis; Analyse-, Reflexions- und Urteilsfähigkeit; Kommunikative und argumentative Kompetenz

Pflichtliteratur

Boffo V., Bertani M., Bramanti D., et al. (eds.) (2025) Accompagnare la longevità Buone pratiche educative e formative per l’invecchiamento attivo Firenze University Press (capitoli selezionati)

Di Rienzo P. (2024): Educazione e apprendimento degli adulti. Carocci

Neuß, N., & Kähler, S. (Hrsg.). (2022). Grundwissen Kindheitspädagogik: Eine Einführung in Perspektiven, Begriffe und Handlungsfelder. Verlag an der Ruhr.

 Prengel, A. (2019). Pädagogik der Vielfalt: Verschiedenheit und Gleichberechtigung in interkultureller, feministischer und integrativer Pädagogik (4., um ein aktuelles Vorwort ergänzte Aufl.). Springer VS. https://doi.org/10.1007/978-3-658-21947-5

Quenzel, G., & Hurrelmann, K. (2022). Lebensphase Jugend: Eine Einführung in die sozialwissenschaftliche Jugendforschung (14., korrigierte Aufl.). Beltz Juventa.



Weiterführende Literatur

wird in den Kursen bekannt gegeben




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Ziele für nachhaltige Entwicklung
Diese Lehrtätigkeit trägt zur Erreichung der folgenden Ziele für nachhaltige Entwicklung bei.

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Modules

Semester 2 · 64223A · Bachelor in Sozialpädagogik · 5KP · DE

Module A — Pädagogik der Kindheit und des Heranwachsens

Das Modul befasst sich mit Bildung, Lernen und sozialpädagogischer Praxis in Kindheit und Jugend aus einer lebenslaufbezogenen Perspektive. Sie vermittelt zentrale Theorien der kindlichen Entwicklung, Sozialisation und Bildung und setzt sich zugleich kritisch mit Kindheit und Jugend als sozial und kulturell hervorgebrachten Lebensphasen auseinander. Besonderes Augenmerk gilt den Rechten von Kindern und Jugendlichen, ihrer Partizipation sowie Fragen von Diversität und Inklusion. Darüber hinaus werden die Einflüsse von Familie, Peergroups, Bildungsinstitutionen und Sozialräumen auf Bildungs- und Entwicklungsprozesse analysiert.
Das Modul vermittelt theoretische und methodische Grundlagen zur Analyse, Gestaltung und Evaluation (sozial-) pädagogischer Interventionen in formalen, non-formalen und informellen Bildungs- und Lebenskontexten. Ausgehend von kritisch-demokratischen pädagogischen Perspektiven setzen sich die Studierenden mit der Frage auseinander, wie professionelle Beziehungen, institutionelle Praktiken und gesellschaftliche Strukturen Bildungsgelegenheiten, Teilhabe und Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen prägen. Ziel ist die Entwicklung professioneller Kompetenzen zur Förderung von Handlungsfähigkeit (Agency), Anerkennung, sozialer Inklusion und Bildungsgerechtigkeit.

Lehrende: Iris Nentwig-Gesemann

Vorlesungsstunden: 24 h - Nentwig-Gesemann Iris 6 h - Werth Silke
Laboratoriumsstunden: 0

Themen der Lehrveranstaltung
- (Frühe) Kindheit und Jugend als Handlungsfelder der Sozialpädagogik - Bildung, Erziehung und Betreuung in der frühen Kindheit (Early Childhood Education and Care – ECEC) - Kinderrechte und Partizipation - Familien und Bildungs- bzw. Erziehungspartnerschaften - Bildungs- und Sozialisationsorte von Kindern und Jugendlichen (ECEC-Einrichtungen, Schule sowie außerinstitutionelle Bildungs- und Betreuungsangebote) - Bildungsübergänge in Kindheit und Jugend - Bildung und Lernen im Lebensverlauf: Kontinuität und Übergänge

Unterrichtsform
Vorlesung mit Plenumsdiskussionen und Arbeitsphasen der Studierenden in Kleingruppen

Pflichtliteratur

Neuß, N., & Kähler, S. (Hrsg.). (2022). Grundwissen Kindheitspädagogik: Eine Einführung in Perspektiven, Begriffe und Handlungsfelder. Verlag an der Ruhr.

 

Quenzel, G., & Hurrelmann, K. (2022). Lebensphase Jugend: Eine Einführung in die sozialwissenschaftliche Jugendforschung (14., korrigierte Aufl.). Beltz Juventa.

 

Prengel, A. (2019). Pädagogik der Vielfalt: Verschiedenheit und Gleichberechtigung in interkultureller, feministischer und integrativer Pädagogik (4., um ein aktuelles Vorwort ergänzte Aufl.). Springer VS. https://doi.org/10.1007/978-3-658-21947-5



Weiterführende Literatur

wird im Kurs bekannt gegeben



Semester 2 · 64223B · Bachelor in Sozialpädagogik · 4KP · IT

Module B — Bildung und Lernen im Lebensverlauf

Dieses Modul befasst sich mit Bildung, Lernen und sozialpädagogischer Praxis im Erwachsenenalter und im Alter aus einer Lebensverlaufsperspektive. Es untersucht die theoretischen und methodischen Grundlagen des lebenslangen Lernens unter besonderer Berücksichtigung von Bildungsprozessen im Erwachsenenalter und im höheren Lebensalter. Der Kurs untersucht aktive Bürgerschaft, soziale Inklusion und Gender als zentrale Dimensionen der Bildungsplanung und stützt sich dabei auf wichtige pädagogische Theorien sowie auf nationale und europäische Strategien zum lebenslangen Lernen.
Das Modul vermittelt theoretische und methodische Instrumente zur Analyse, Konzeption und Bewertung bildungsbezogener und sozialpädagogischer Maßnahmen in formalen, nicht-formalen und informellen Kontexten. Der zweite Teil des Moduls konzentriert sich auf die Beziehung zwischen Bildung und Betreuung im Erwachsenenalter und im Alter. Ausgehend von kritischen pädagogischen Perspektiven untersuchen die Studierenden Bildungs- und Betreuungspraktiken in verschiedenen institutionellen Kontexten und Lebenssituationen, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf Machtverhältnissen, Partizipation, Inklusion und Exklusion, der Anerkennung von Vielfalt, Menschenrechten und sozialer Gerechtigkeit liegt. Das Modul unterstützt die Entwicklung beruflicher Kompetenzen für die Arbeit mit Erwachsenen und älteren Menschen in bildungsbezogenen, sozialen und gemeindenahen Kontexten.

Vorlesungsstunden: 24
Laboratoriumsstunden: 0

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