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Freie Universität Bozen

Inklusion, Marginalität und sozialpädagogische Praxis

Semester 1 · 64225 · Bachelor in Sozialpädagogik · 9KP · EN · DE


Der Kurs beschäftigt sich mit zentralen Begriffen und Konzepten der Sozialpädagogik, Inklusionspädagogik, Diversitätsforschung und Kriminologie. Im Mittelpunkt stehen Fragen der gesellschaftlichen Teilhabe, Chancengleichheit und des Umgangs mit Vielfalt sowie die Analyse von Mechanismen sozialer Ausgrenzung und Benachteiligung.
Der Kurs fördert die kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Normen, Machtverhältnissen und Diskriminierungsmechanismen und vermittelt theoretische sowie praxisbezogene Grundlagen für professionelles sozialpädagogisches Handeln in einer vielfältigen Gesellschaft.

Der Kursschwerpunkt umfasst das gesamte Spektrum an Einrichtungen, von der frühkindlichen Bildung über die Schule und die Sozialpädagogik bis hin zu Einrichtungen für ältere Menschen.

Lehrende: Vanessa Macchia, Ruth Sapelza

Vorlesungsstunden: 32
Laboratoriumsstunden: 20
Anwesenheitpflicht: Laut Studiengangsregelung

Themen der Lehrveranstaltung
Siehe die einzelnen Kursmodule

Unterrichtsform
Siehe die einzelnen Kursmodule

Bildungsziele
Der Kurs präsentiert und diskutiert kritisch die "Grundlagen" der inklusiven Bildung und Erziehung auf konzeptioneller Ebene, den kulturellen und ethisch-politischen Ansatz, die wichtigsten rechtlichen und organisatorisch-institutionellen Strukturen der italienischen Schule und der sozialen Inklusion sowie einige Strategien für sozio- pädagogische Interventionen und familiäre Unterstützung in Fällen von Behinderung, Vulnerabilität, Devianz und Marginalität. A. Die wichtigsten konzeptionellen, kulturellen, ethisch-politischen Dimensionen und Ansätze der inklusiven Bildung und Erziehung kennen, verstehen und kritisch diskutieren. B. Die wichtigsten aktuellen normativen und organisatorisch institutionellen Strukturen im Bereich der pädagogischen und sozialen Inklusion kennen, verstehen und kritisch analysieren können, unter Anwendung der Kenntnisse aus Punkt 1 C. Einige der wichtigsten psycho-pädagogischen und psychosozialen Ansätze für Menschen und Familien mit Behinderungen, Vulnerabilität, Marginalität und Devianz und für die Arbeit mit Gruppen kennen, verstehen und auf konkrete Situationen anwenden können.

Art der Prüfung
Vorlesungen1+2: Zwischentests während des Kurses (die in das abschließende mündliche Prüfungsgespräch integriert werden) Laboratorium 3: Bewertung eines Portfolios Art der Prüfung Abschlussbewertung der einzelnen Module (1, 2+ und 3) + ergänzendes mündliches Gespräch als Rückblick auf die Erfahrungen bzw. Inhalte des Kurses und der Workshop-Erfahrung

Bewertungskriterien
Erteilung einer einzigen Endnote. Bei der mündlichen Prüfung werden folgende Punkte berücksichtigt und bewertet: Relevanz, Klarheit der Argumentation, Fähigkeit zur kritischen Analyse, Fähigkeit zur Überarbeitung, Reflexion, Kommunikation und Orientierung an den wichtigsten Quellen für weiteres Lernen

Pflichtliteratur

Siehe die einzelnen Kursmodule



Weiterführende Literatur

Siehe die einzelnen Kursmodule




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Ziele für nachhaltige Entwicklung
Diese Lehrtätigkeit trägt zur Erreichung der folgenden Ziele für nachhaltige Entwicklung bei.

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Modules

Semester 1 · 64225A · Bachelor in Sozialpädagogik · 4KP · EN

Module A — Soziologie der Marginalität und Devianz

Der Kurs vermittelt einen Überblick über zentrale kriminologische Ansätze und Theorien zu Devianz und sozialer Kontrolle. Im Fokus stehen die Zusammenhänge zwischen sozialer Ungleichheit, Marginalisierung, Kriminalität und Kriminalisierungsprozessen. Durch die kritische Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Texten und Fallbeispielen werden institutionelle und strukturelle Formen der Marginalisierung sowie gesellschaftliche Machtverhältnisse und politische Dynamiken analysiert, die zur Entstehung und Regulierung von Devianz beitragen.

Lehrende: Ruth Sapelza

Vorlesungsstunden: 24
Laboratoriumsstunden: 0

Themen der Lehrveranstaltung
- sich mit den wichtigsten kriminologischen Ansätzen und Theorien zu Abweichung und sozialer Kontrolle vertraut machen und diese verstehen, • den Zusammenhang zwischen sozialer Ungleichheit, Marginalisierung und Kriminalität bzw. Kriminalisierungsprozessen analysieren, • institutionelle sowie strukturelle Marginalisierungsprozesse kritisch reflektieren und gesellschaftliche Machtverhältnisse sowie politisches Handeln hinterfragen, • wissenschaftliche Texte aus den Bereichen der kritischen Kriminologie und der Ungleichheitsforschung kritisch lesen und diskutieren.

Unterrichtsform
Vorlesung

Pflichtliteratur
  • Becker, H. S. (1963). Outsiders: Studies in the sociology of deviance (pp. 1–18). Free Press.
  • Carrabine, E., Cox, P., Crowhurst, I., et al. (2020). Thinking about punishment. In Criminology: A sociological introduction (4th ed., Part 4, Chap. 17). Routledge.
  • Selmini, R., & Di Ronco, A. (2023). The criminalization of dissent and protest. Crime and Justice, 52(1), 197–231. 
  • Varghese Charles, & Kumar Sheethal, S. (2022). Marginality: A critical review of the concept. Review of Development and Change, 1–19.
  • Wacquant, L. J. D. (2009). Social insecurity and the punitive upsurge. In Punishing the poor: The neoliberal government of social insecurity (pp. 1–8). Duke University Press.


Weiterführende Literatur

Weitere Literatur wird im Laufe der Lehrveranstaltung bekanntgegeben.



Semester 1 · 64225B · Bachelor in Sozialpädagogik · 2KP · DE

Module B — Pädagogische Strategien zu Marginalität und Vulnerabilität (LAB)

Das Laboratorium beschäftigt sich mit den Konzepten von Marginalität, Vulnerabilität und Devianz sowie deren Bedeutung für sozialpädagogische Handlungsfelder. Im Mittelpunkt stehen Pflege, Betreuung und die helfende Beziehung als zentrale Instrumente inklusiver pädagogischer Praxis. Darüber hinaus werden Ansätze der inklusiven Planung in sozialpädagogischen Kontexten behandelt und auf konkrete Praxisfelder angewendet. Das Laboratorium verbindet theoretische Grundlagen mit praxisorientierten Laboratoriumsaktivitäten und fördert die gemeinsame Reflexion über Ressourcen, Herausforderungen und Handlungsmöglichkeiten einer inklusiven Sozialpädagogik.

Lehrende: Vanessa Macchia

Vorlesungsstunden: 0
Laboratoriumsstunden: 20

Semester 1 · 64225C · Bachelor in Sozialpädagogik · 3KP · DE

Module C — Einführung in die Inklusionspädagogik

Der Kurs vermittelt grundlegende Kenntnisse zu Behinderung, Diversität und Inklusion aus sozialpädagogischer Perspektive. Behandelt werden verschiedene Modelle von Beeinträchtigung, Prozesse von Ausgrenzung und Marginalisierung, Fragen der Gerechtigkeit sowie rechtliche und institutionelle Rahmenbedingungen. Darüber hinaus werden Ansätze der inklusiven Bildungsplanung, die Rolle sozio-pädagogischer Fachkräfte und die Gestaltung von Unterstützungsnetzwerken thematisiert. Der Kurs fördert die kritische Auseinandersetzung mit menschlicher Vielfalt und die Entwicklung inklusiver Handlungskompetenzen für pädagogische Praxisfelder.

Lehrende: Vanessa Macchia

Vorlesungsstunden: 18
Laboratoriumsstunden: 0

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