Themen der Lehrveranstaltung
Aufbau des Praktikums
Das Orientierungspraktikum umfasst insgesamt 100 Stunden, die sich wie folgt aufteilen:
Direktes Praktikum: 80 Stunden, die bei einer Einrichtung oder Organisation im Bereich der Sozialarbeit absolviert werden müssen. Die Stunden müssen sich über einen Zeitraum von mindestens drei Wochen verteilen, um die Kontinuität der Erfahrung zu gewährleisten und eine angemessene Kenntnis des organisatorischen und beruflichen Kontexts zu ermöglichen.
Indirektes Praktikum: 20 Stunden, die der Teilnahme an den ergänzenden Fortbildungsmaßnahmen im Rahmen des Workshops „Reflexion über das Praktikum“ gewidmet sind. Diese Maßnahmen dienen der Vorbereitung, Begleitung und Aufarbeitung der Erfahrungen sowie der Verknüpfung von theoretischer Ausbildung und praktischem Lernen.
Die Absolvierung der insgesamt 100 Stunden direktes und indirektes Praktikum ist eine notwendige Voraussetzung für die Zulassung zur Praktikumsprüfung.
Anerkennung der absolvierten Aktivitäten
Der/die Tutor*in der Einrichtung bescheinigt die am Praktikumsort absolvierten Stunden des direkten Praktikums und füllt das entsprechende Bewertungsformular über das CareerHub-Portal aus.
Die Stunden des indirekten Praktikums werden von den akademischen Betreuer*innen auf der Grundlage der Teilnahme der Studierenden an den vorgesehenen Aktivitäten anerkannt.
Die allgemeinen Bestimmungen zur Organisation, Durchführung und Bewertung des Praktikums sind in der Praktikumsordnung enthalten.
Unterrichtsform
Nach der Genehmigung des Praktikumsprojekts wird jedem Studierenden und jeder Studierenden ein akademischer Tutor bzw. eine akademische Tutorin zugewiesen, der bzw. die den Ausbildungsweg während der gesamten Dauer des Praktikums begleitet und die Verbindung zwischen theoretischem Lernen, der Beobachtung der beruflichen Praxis und der Aufarbeitung der Erfahrungen.
Sowohl das direkte Praktikum als auch die indirekten Praktikumstätigkeiten finden in Präsenz statt.
Indirektes Praktikum
Das indirekte Praktikum findet im Rahmen des Workshops „Reflexion über das Praktikum“ statt und sieht den Einsatz aktiver und partizipativer didaktischer Methoden vor, darunter:
• interaktive Diskussion und angeleiteter Austausch;
• Einzel-, Partner- und Kleingruppenarbeiten;
• Analyse und Aufarbeitung von Situationen und Erfahrungen, die während des Praktikums beobachtet wurden;
• Übungen, die darauf abzielen, theoretisches Wissen und praktische Erfahrungen miteinander zu verknüpfen;
• individuelle und gruppenbezogene Reflexion, die mithilfe verschiedener Modelle und Instrumente der Reflexion und Supervision durchgeführt wird;
• Momente der Selbsteinschätzung in Bezug auf die erworbenen Lerninhalte, die aufgetretenen Schwierigkeiten und die Aspekte, die vertieft werden müssen.
Die Aktivitäten werden von den akademischen Tutor*innen geleitet und zielen darauf ab, die Studierenden beim Verständnis der Erfahrungen, bei der Entwicklung von Beobachtungs- und Reflexionsfähigkeiten sowie beim schrittweisen Aufbau ihrer beruflichen Identität zu begleiten.
Praktikum
Das Praktikum findet in der aufnehmenden Einrichtung statt und basiert auf erfahrungsorientiertem Lernen sowie der Begleitung durch den/die Tutor*in der Einrichtung. Zu den wichtigsten Ausbildungsmethoden gehören:
• geführte Beobachtung des organisatorischen Kontexts, der Tätigkeiten der Einrichtung und der beruflichen Rolle des Sozialarbeiters/der Sozialarbeiterin;
• Kennenlernen der Zielgruppen, der Zugangsmodalitäten, der angebotenen Leistungen und der Beziehungen zu anderen Einrichtungen und Akteuren des Netzwerks;
• aktive und reflektierende Teilnahme am Organisationsleben und an den täglichen Aktivitäten der Einrichtung;
• Austausch mit dem/der Betreuer*in der Einrichtung über die beobachteten Situationen und Aktivitäten;
• gegebenenfalls die Teilnahme an begrenzten Aufgaben, die mit dem orientierenden Charakter des Praktikums vereinbar sind und im Ausbildungsprojekt festgelegt wurden, unter der Anleitung und Verantwortung des/der Betreuer*in der Einrichtung;
• schrittweise Aufarbeitung der Beobachtungen und Erfahrungen in Abstimmung mit dem/der akademischen Betreuer*in.
Die durchgeführten Tätigkeiten werden im Einklang mit den Ausbildungszielen des Orientierungspraktikums festgelegt und sehen keine eigenständige Übernahme beruflicher Verantwortung vor.