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Freie Universität Bozen

Historische und vergleichende Pädagogik

Semester 2 · 400003 · Einstufiger Master in Bildungswissenschaften für den Primarbereich - Abteilung in deutscher Sprache · 9KP · DE


Siehe die einzelnen Kursmodule.

Lehrende: Annemarie Augschöll Blasbichler, Simone Seitz, Rosa Anna Ferdigg

Vorlesungsstunden: 68
Laboratoriumsstunden: 16
Anwesenheitpflicht: Laut Studiengangsregelung

Themen der Lehrveranstaltung
Das Modul fördert die Professionalisierung angehender Lehrkräfte und pädagogischer Fachkräfte durch die Verbindung historischer, vergleichender und empirischer Zugänge zu Bildung, Erziehung und professionellem pädagogischem Handeln. Es befähigt die Studierenden, gegenwärtige Herausforderungen von Kindergarten und Schule vor dem Hintergrund ihrer historischen Entwicklung, gesellschaftlichen Bedingtheit und internationalen Ausprägungen zu verstehen und kritisch zu reflektieren. Im Mittelpunkt stehen die Geschichte pädagogischer Ideen, Institutionen und Professionen, vergleichende Analysen europäischer und außereuropäischer Bildungssysteme sowie die Entwicklung des Kindergarten- und Schulwesens in Südtirol. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Inklusion als leitendem Prinzip gegenwärtiger Bildungs- und Erziehungsprozesse sowie den unterschiedlichen bildungspolitischen und institutionellen Strategien ihrer Umsetzung. Diese Perspektiven werden unter anderem auch durch forschendes Lernen vertieft. Ausgehend von historischen Quellen, Bildungsbiographien und qualitativen Forschungsmethoden analysieren die Studierenden Bildungs- und Erziehungsprozesse auf den unterschiedlichen Ebenen pädagogischer Institutionen – von bildungspolitischen und administrativen Vorgaben über deren institutionelle und pädagogische Rekontextualisierung bis hin zu ihrer Aneignung und Rezeption durch die jeweiligen Adressatinnen und Adressaten. Einen besonderen Schwerpunkt bildet dabei die Analyse pädagogischer Beziehungen als zentrale Dimension professionellen pädagogischen Handelns. Durch die Verbindung historischer, vergleichender und empirischer Zugänge entwickeln die Studierenden ein reflektiertes Verständnis professionellen pädagogischen Handelns. Dadurch erweitern sie ihre Fähigkeit, Bildungsprozesse aus unterschiedlichen Perspektiven zu beurteilen und pädagogische Praxis sowie Bildungsinstitutionen wissenschaftlich fundiert, inklusionsorientiert und zukunftsorientiert weiterzuentwickeln.

Unterrichtsform
Lehrvorträge, wissenschaftliche Literatur- und Quellenarbeit, vergleichende Analysen, kooperative Lernformen, forschendes Lernen, studentische Präsentationen sowie angeleitete Reflexion und Diskussion wissenschaftlicher Fragestellungen.

Bildungsziele
Wissen und Verstehen Die Studierenden - kennen zentrale Entwicklungslinien der Pädagogik und ihrer Institutionen sowie wesentliche Aspekte der Südtiroler Bildungsgeschichte; - verstehen pädagogische Ideen, Institutionen und Praktiken in ihren historischen, politischen, sozialen, kulturellen und ökonomischen Kontexten; - kennen zentrale historische, bildungsbiographische und vergleichende Zugänge sowie politische und rechtliche Grundlagen inklusiver Bildung im europäischen Kontext; - verstehen historische Gewordenheit und gesellschaftliche Bedingtheit als Grundlage für die Analyse gegenwärtiger Strukturen und Herausforderungen von Schule und Kindergarten. Anwenden von Wissen und Verstehen Die Studierenden - wenden historische, vergleichende und bildungsbiographische Zugänge auf konkrete pädagogische Fragestellungen an; - analysieren Bildungsentwicklungen, Reformen und institutionelle Praktiken in ihren jeweiligen Kontexten; - vergleichen unterschiedliche europäische Ansätze inklusiver Bildung und reflektieren deren Bedeutung für pädagogische Praxis; - nutzen historische und vergleichende Perspektiven als Reflexionsfolie für aktuelle Herausforderungen in Kindergarten und Schule. Urteilen Die Studierenden - beurteilen historische Quellen, bildungsbiographische Zeugnisse und bildungspolitische Entwicklungen kritisch und kontextbezogen; - reflektieren Kontinuitäten, Brüche und langfristige Wirkungen von Bildungserfahrungen; - analysieren inklusive Strategien und Praktiken im Hinblick auf Teilhabe, Bildungsgerechtigkeit und institutionelle Voraussetzungen; - entwickeln auf dieser Grundlage begründete Urteile zu pädagogischem und professionellem Handeln. Kommunikation Die Studierenden - können historische, vergleichende, bildungsbiographische und inklusionsbezogene Befunde fachlich präzise darstellen und argumentativ nachvollziehbar vermitteln; - beziehen unterschiedliche Perspektiven und Deutungen in wissenschaftlichen Diskussionen reflektiert aufeinander; - präsentieren und begründen Ergebnisse eigener Erhebungen und Analysen adressatengerecht; - beteiligen sich fachlich fundiert an institutionen-, kultur- und länderübergreifenden Diskussionen und nutzen unterschiedliche Perspektiven für gemeinsame Reflexionsprozesse. Lernstrategien Die Studierenden - entwickeln eigenständig historische, vergleichende und inklusionsbezogene Fragestellungen; - verknüpfen unterschiedliche theoretische und methodische Zugänge für Analyse und Reflexion; - nutzen Selbstreflexion, Perspektivenvergleich und forschendes Lernen für die eigene Professionalisierung; - erschließen sich neue pädagogische und bildungspolitische Kontexte eigenständig und reflektieren deren Bedeutung für den eigenen professionellen Handlungshorizont.

Bildungsziele und erwartete Lernergebnisse (zus. Informationen)
Wird zu Semesterbeginn bekannt gegeben

Art der Prüfung
Schriftliche Abschlussprüfung (Klausur) in Form gebundener und/oder offener Fragestellungen zu beiden Vorlesungen. Zusätzlich werden für das Laboratorium und das Seminar die Ausarbeitung von schriftlichen Auseinandersetzungen zu bestimmten Themen gefordert. Die Aufträge dafür werden zu Semesterbeginn im Detail bekanntgegeben und über die zum Modul eingerichtete Plattform veröffentlicht.

Bewertungskriterien
Das Modul wird mit einer gemeinsamen Schlussbewertung abgeschlossen. Diese setzt sich aus der schriftlichen Klausur sowie den im Seminar und im Laboratorium erbrachten schriftlichen Arbeiten einschließlich ihrer Präsentationen zusammen. Voraussetzung für das Bestehen des Moduls ist eine positive Bewertung in allen drei Modulbestandteilen. Wird das Gesamtmodul negativ beurteilt, werden bereits positiv bewertete Modulbestandteile beim nächsten Prüfungsantritt angerechnet. Die negative Gesamtbewertung wird jedoch gemäß der geltenden Prüfungsordnung als Prüfungsversuch gewertet. Nach drei nicht bestandenen Prüfungsversuchen tritt die in der Prüfungsordnung vorgesehene Sperrfrist in Kraft (vgl. Art. 6 Abs. 4 der geltenden Prüfungsordnung). Grundlage der Bewertung bilden die im Syllabus beschriebenen Inhalte, die behandelten Themen, die angestrebten Lernergebnisse sowie die spezifischen Bildungsziele des Moduls. Die eigenständige Einbeziehung wissenschaftlicher Literatur über die Pflichtliteratur hinaus wird ausdrücklich positiv berücksichtigt. Die Bewertung orientiert sich insbesondere an folgenden Kriterien: - fachliche Richtigkeit und Vollständigkeit, - logischer Aufbau und Kohärenz der Argumentation, - wissenschaftlich fundierte Auseinandersetzung mit der Fachliteratur, - Fähigkeit zur Analyse, Reflexion und kritischen Diskussion, - sachgerechte Verwendung der wissenschaftlichen Fachsprache, - eigenständige und nachvollziehbar begründete Urteilsbildung. Im Laboratorium und im Seminar werden zusätzlich die aktive und kontinuierliche Mitarbeit berücksichtigt. Die entsprechenden Kriterien werden zu Beginn der Lehrveranstaltung bekannt gegeben.

Pflichtliteratur

Ainscow, M. (2021). Inclusion and Equity in Education: Responding to a Global Challenge. In A. Köpfer, J. Powell & R. Zahnd (Hrsg.), Handbuch Inklusion international. International Handbook of Inclusive Education (S. 75-87). Wien. open access unter: shop.budrich-academic.de/wp-content/uploads/2021/01/9783847415770.pdf

Augschöll Blasbichler, A (2026): Aufwachsen und Bildungschancen in Südtirol in den ersten Nachkriegsjahrzehnten, in Zeitschrift für Agrargeschichte und Agrarsoziologie (ZAA), 74/ 1, S. 59-82, Issn 0044-2194.

Augschöll Blasbichler, A. (2019): „Meine Schule in der fremden Sprache“ – Eine retrospektive Auseinandersetzung mit erlebter Schule von Südtirolerinnen und Südtirolern während des Faschismus sowie von Menschen mit Migrationsgeschichte heute. In Cerny D. & Oberlechner M. (eds.), Schule – Gesellschaft – Migration. Professionsbilder institutioneller Bildung (pp.101–126). Wien. ISBN 978-3-8474-260-3.

Augschöll Blasbichler A. (2019): Die Tiroler Schulordnung von 1586: Hintergründe und Inhalte der ersten frühneuzeitlichen Reglementierung des weltlichen Schulwesens auf der Makroebene. Quaderni di Intercultura, 96–106. ISSN 2035-858X. https://doi.org/10.3271/M59.

Augschöll Blasbichler, A. (2025). Le riforme scolastiche in Tirolo fino al XVIII secolo, con una particolare attenzione all’implementazione del metodo normale. In Studi sulla Formazione, 28, 37–50. ISSN 1127-1124. https://doi.org/10.36253/ssf-16083 

Augschöll Blasbichler A., Peterlini, H.K. (2019): Die Schule in der Stube: Schul- und Bildungspolitik am Beispiel der aufgelassenen Kleinschulen in Südtirol. Fallstudien zum Schulgebäude als institutionalisierter Ort des Lernens im Wandel von Zeiten und Räumen. Brixen: Weger. ISBN 978-88-6563-138-6. Daraus: S.11-36.

Augschöll Blasbichler, A.: Bildungsgeschichte Südtirols 1918-1943. Ein um Verstehen bemühter Abriss mit Blick auf heroische und stereotype Narrative. In Kraler, C., et al. Bildung und Sozialisation. Weiterführende Perspektiven auf das Werk von Helmut Fend. Bad Heilbrunn : Verlag Julius Klinkhardt 2025, S. 182-209 - URN:

urn:nbn:de:0111-pedocs-347517 - DOI: 10.25656/01:34751; 10.35468/6202-07.

Döbert, H. et al (Hrsg.) (2017): Die Bildungssysteme Europas. Hohengeren, Schneider, IBAB 978-3-8340-1705-5. (ausgewählte Kapitel).

 Eurydice (2023). Promoting diversity and inclusion in schools in Europe. Eurydice report. Publications Office of the European Union. http://eurydice.eacea.ec.europa.eu.



Weiterführende Literatur

Allemann-Ghionda, C. (2013). Bildung für alle, Diversität undInklusion: Internationale Perspektiven. Schöningh. https://doi.org/10.25656/01:12451

Arnaiz Sánchez, P. (2022). Perceptions of the Educational

Augschöll Blasbichler, A. (2025): Le riforme scolastiche in Tirolo fino al XVIII

secolo, con una

particolare attenzione

all’implementazione del metodo normale. In Studi sulla

Formazione, 28, 37–50. ISSN

1127-1124. https://doi.org/10.36253/ssf-16083.

Banks, J., et.al. (2021). Inklusive Bildung in Österreich – Von den

Community on the Inclusion and Presence of Students with SEN in

Mainstream Schools: A Mixed Study. Children, 9(6), 886.

Eurydice (2026). Austria overview. https://eurydice.eacea.ec.europa.eu/eurypedia/austria/overviewEurydice

Eurydice (2026). Spain overview. https://eurydice.eacea.ec.europa.eu/eurypedia/spain/overview

Hoya, F., Frey, A. & Pichler, (2026). Primary Schools and https://doi.org/10.1007/s11125-020-09509-7

Ianes, D., Demo, H., & Dell’Anna (2020). Inclusive educationin Italy: Historical steps, positive developments, and challenges. Budrich. shop.budrich-academic.de/wp-content/uploads/2021/01/9783847415770.pdf

Parrilla, A. (2007). Inclusive Education in Spain: A View from Inside. In: Barton & Armstrong (Hrsg.), Policy, Experience and Change: Cross-Cultural Reflections on Inclusive Education.

S. (2023). Funding models of inclusion in an international perspective.

In Seitz, S. et al (Hrsg.), International perspectives on inclusion – in the light of

educational justice. (S.

163-191). Budrich. https://doi.org/10.3224/84742698

Prengel, A. (2022). Erinnerungsgeschichten in pädagogischen

Ausbildungs- und Studiengängen. Ziele, Arbeitsbündnis, Arbeitsschritte und

theoretische Bezüge. DiMawe – Die Materialwerkstatt, 4 (5),

5–33. ISSN: 2629–5598. https://doi.org/10.11576/dimawe-4862.

Wiezorek, Christine (2017): Biographieforschung und Bildungsforschung. Potenziale erziehungswissenschaftlicher Perspektiven auf die Erforschung von Lern- und Bildungsprozessen. In ZQF Heft 1/2017, S. 21–40.https://doi.org/10.3224/zqf.v18i1.03,

https://pdfs.semanticscholar.org/cab3/2879921c33914bdf75b5d747c445454e929f.pdf

Seitz, S. (2026/ in press). Primary School and Primary School -Teacher Education in Italy. In J. Schlesier, et al. (Eds.), Foundations of Learning: Unveiling the Mosaic of Primary Education Worldwide (pp. 201-221). Klinkhardt. (open access). https://klinkhardt.de/sites/default/files/sonst-pdf/9783781562394.pdf.




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Ziele für nachhaltige Entwicklung
Diese Lehrtätigkeit trägt zur Erreichung der folgenden Ziele für nachhaltige Entwicklung bei.

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Modules

Semester 2 · 400003A · Einstufiger Master in Bildungswissenschaften für den Primarbereich - Abteilung in deutscher Sprache · 5KP · DE

Module A — Geschichte der Pädagogik und Vergleichende Pädagogik

Die Vorlesung führt in die Geschichte der Pädagogik als Reflexions- und Handlungswissenschaft ein. Im Zentrum steht eine hermeneutisch orientierte Analyse pädagogischer Ideen, Institutionen und Praktiken, die historische Entwicklungen aus heutiger Perspektive erschließt und Kontinuitäten sowie Brüche sichtbar macht. Die historische Genese dient dabei zugleich als Reflexionsfolie für das Verstehen aktueller Bedingungen und Herausforderungen im Bildungsbereich und eröffnet Perspektiven für deren nachhaltige Gestaltung.

Lehrende: Annemarie Augschöll Blasbichler

Vorlesungsstunden: 40
Laboratoriumsstunden: 0

Themen der Lehrveranstaltung
Im Fokus stehen zentrale Entwicklungslinien der Pädagogik von der Antike bis zu gegenwärtigen Ausdifferenzierungen der Erziehungswissenschaft. Dabei werden pädagogische Ideen sowie ihre institutionelle und praktische Ausprägung in Kindergarten und Schule in ihren sozioökonomischen, kulturellen und politischen Kontexten unter Einbezug psychoanalytischer, ökologischer sowie gender- und queertheoretischer Perspektiven reflektiert. Den Studierenden ermöglicht dies, aktuelle pädagogische Fragestellungen in ihrer historischen Bedingtheit zu verstehen und die eigene professionelle Perspektive reflexiv zu schärfen.

Unterrichtsform
Präsenzlehre, Vorlesung im Wechsel mit Arbeitsphasen. Die Veranstaltung findet in enger Zusammenarbeit mit dem Forschungs- und Dokumentationszentrum zur Südtiroler Bildungsgeschichte statt.

Pflichtliteratur

Döbert, Hans et al (Hrsg.) (2017): Die Bildungssysteme Europas. Hohengeren, Schneider, IBAB 978-3-8340-1705-5. (ausgewählte Kapitel).

Fees, Konrad (2015): Geschichte der Pädagogik : Ein Kompaktkurs, Kohlhammer Verlag, (ausgewählte Kapitel) ISBN 978-3-17-028739-6 ProQuest Ebook https://ebookcentral.proquest.com/lib/unibz/detail.action?docID=2049691

Fend, Helmut (2006): Geschichte des Bildungswesens. Der Sonderweg im europäischen Kulturraum. VS, Wiesbaden.https://link-springer-com.libproxy.unibz.it/book/10.1007/978-3-531-90047-6. Daraus: Die Anfänge institutionalisierte Bildung als okzidentaler Sonderweg in ihren inhaltlichen und organisatorischen Rückbindung auf Antike und Christentum (S. 35-62, 87-94); Die Säkularisierung der Bildung (S. 107-109); Die Reformation und der Beginn der Alphabetisierung (S. 111-117, 135-137); Das Zeitalter der Aufklärung und die Entstehung der modernen Bildungssysteme (S. 139-150, 168-170). 

Fend, Helmut (2006): Neue Theorie der Schule. VS, Wiesbaden,

ISBN : 978-3-531-16032-0. Daraus: S. 146-190.

Skiera, Ehrenhard (2003): Reformpädagogik in Geschichte und Gegenwart. München, Wien. Daraus: Kunst- und Arbeitsbewegung (S. 103-109, 114-120, 161-162); Landerziehungsheime – Hermann Lietz (S. 173-178); Maria Montessori (S. 195-198, 205-230); Waldorf (S. 233-266); Dalton-Plan (S. 269-272, 279-286); Jenaplan (S. 289-308); Célestin Freinet (S. 311-328).



Weiterführende Literatur

Wird zu Semesterbeginn bekannt gegeben.



Semester 2 · 400003B · Einstufiger Master in Bildungswissenschaften für den Primarbereich - Abteilung in deutscher Sprache · 1KP · DE

Module B — Geschichte und Entwicklung des Schulwesens in Südtirol (Sem.)

Das Seminar widmet sich der Geschichte institutionalisierter Bildung auf dem Gebiet des heutigen Südtirols und vertieft damit den lokalen Ausschnitt der in der Vorlesung behandelten Geschichte der Pädagogik und ihrer Institutionen. Im Zentrum steht eine auf Verstehen gerichtete Auseinandersetzung mit der Genese von Bildungseinrichtungen und ihren historischen Nachwirkungen in den gegenwärtigen Konstellationen und Herausforderungen von Kindergarten und Schule in Südtirol. Damit bildet die Veranstaltung zugleich eine Grundlage für die Reflexionen und Analysen im Laboratorium „Geschichte der Pädagogik im Bereich Kindheit“.

Lehrende: Annemarie Augschöll Blasbichler

Vorlesungsstunden: 12 Gruppe 1 und 2: Prof. Mag. Dr. Annemarie Augschöll Blasbichler
Laboratoriumsstunden: 0

Semester 2 · 400003C · Einstufiger Master in Bildungswissenschaften für den Primarbereich - Abteilung in deutscher Sprache · 1KP · DE

Module C — Geschichte der Pädagogik im Bereich der Kindheit (Lab.)

Das Laboratorium zielt auf die Professionalisierung angehender Lehrkräfte und pädagogischer Fachkräfte durch die kritisch-reflexive Auseinandersetzung mit historischen und gegenwärtigen Formen von Kindheit sowie mit Erziehung und Bildung in formalen, non-formalen und informellen Kontexten. Die angeleitete Selbstreflexion der Studierenden bildet dabei einen zentralen Bestandteil der Lehrveranstaltung. Sie richtet sich auf eigene Erfahrungen, Deutungen und Vorstellungen von Kindheit, Bildung und pädagogischem Handeln. Forschende Zugänge werden mit sozial- und kulturtheoretischen Perspektiven verbunden, um pädagogische Wirklichkeiten in ihrer Mehrdimensionalität zu erschließen. Im Zentrum stehen Kindergarten und Schule als institutionelle Bildungs-, Lern- und Lebensorte, die kindliche Biographien wesentlich und vielfältig prägen.

Lehrende: Annemarie Augschöll Blasbichler, Rosa Anna Ferdigg

Vorlesungsstunden: 0
Laboratoriumsstunden: 16 Gruppe 1, 2, 3 und 4: Prof. Mag. Dr. Annemarie Augschöll Blasbichler Gruppe 5: Dott. Mag. Rosa Anna Ferdigg

Semester 2 · 400003D · Einstufiger Master in Bildungswissenschaften für den Primarbereich - Abteilung in deutscher Sprache · 2KP · DE

Module D — Strategien und Praktiken der Inklusion im europäischen Kontext

Die Lehrveranstaltung bietet einen Überblick über Politiken und Praktiken der Inklusion im europäischen Kontext mit besonderem Fokus auf Bildungssysteme. Sie analysiert zentrale rechtliche Rahmenbedingungen, Strategien und Maßnahmen zur Förderung von Teilhabe und Chancengleichheit. Zudem werden vergleichende Perspektiven auf unterschiedliche nationale Ansätze entwickelt. Die Studierenden reflektieren die Umsetzung inklusiver Praktiken im pädagogischen Alltag.

Lehrende: Simone Seitz

Vorlesungsstunden: 16
Laboratoriumsstunden: 0

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