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Freie Universität Bozen

Die Referentinnen und Referenten versammelten sich nach der Veranstaltung zu einem Gruppenfoto
© unibz

CC Cooperatives

Genossenschaften und Innovation: Reflexionen zur Veranstaltung über frugale Innovation

Von Upcycling bis zu kollaborativen Netzwerken zeigte die Veranstaltung, wie Genossenschaften bestehende Ressourcen für nachhaltige Innovation und Gemeinwohl nutzen können.

Genossenschaften agieren zunehmend in Kontexten, die durch begrenzte finanzielle, materielle und personelle Ressourcen geprägt sind und gleichzeitig über ein hohes Maß an Sozialkapital, lokalen Beziehungen und gemeinsamem Wissen verfügen. In einem solchen Umfeld hängt Innovationsfähigkeit nicht nur vom Zugang zu neuen Ressourcen ab, sondern auch von der Fähigkeit, bereits vorhandene Ressourcen innerhalb von Gemeinschaften und Organisationen zu erkennen, neu zu interpretieren und aufzuwerten.

Diese Form der Innovation, die häufig mit dem Konzept der frugalen Innovation in Verbindung gebracht wird, wird durch verschiedene Begriffe beschrieben, darunter Upcycling, Bricolage und Exaptation, die jeweils unterschiedliche Perspektiven widerspiegeln: gestalterische, soziale und wirtschaftliche Dimensionen.

Die Veranstaltung „Genossenschaften und Innovation: Bestehende Ressourcen nutzen“ widmete sich dem Potenzial dieser Innovationsform im Genossenschaftssektor. Sie brachte theoretische Beiträge, Designansätze und konkrete Erfahrungen aus der Praxis zusammen. Präsentationen zu Upcycling, Materialwiederverwendung und kollaborativen Netzwerken verdeutlichten, wie Genossenschaften als ermöglichende Infrastrukturen wirken und vorhandene Ressourcen in gemeinsame Chancen für die Gemeinschaft verwandeln können.

Besondere Aufmerksamkeit galt Praktiken der Materialrückgewinnung und kreativen Wiederverwendung, der Entwicklung neuer Kooperationen zwischen lokalen Akteurinnen und Akteuren sowie der Förderung von Designansätzen, die auf soziale und wirtschaftliche Nachhaltigkeit ausgerichtet sind.

Die Veranstaltung begann mit einer praktischen Übung in der MAMA Cave, bei der die Teilnehmenden neue Objekte entwickelten, indem sie vorhandene Materialien wiederverwendeten und in neue Kontexte setzten. Wertvolle Impulse lieferte Aart van Bezooijen (unibz), der einen Designansatz zum Upcycling vorstellte. Alessandro Narduzzo und Francesca Zoccarato (unibz) reflektierten über Innovation durch die Nutzung bestehender Ressourcen. Weitere inspirierende Beispiele wurden von den Vertreterinnen der drei lokalen Initiativen präsentiert, die an der Veranstaltung beteiligt waren: Katrin Gruber von der Genossenschaft Alto Mare, Carola Kurz vom Verein REX und Emily Guerra von der Materialinitiative Südtirol. Sie stellten konkrete Erfahrungen im Bereich Materialrückgewinnung, kreative Wiederverwendung und kollaborative Netzwerke vor.

Die Veranstaltung bot den Teilnehmenden neue Perspektiven, Werkzeuge und Inspirationen, um Dienstleistungen, Aktivitäten und Organisationsmodelle stärker ausgehend von vorhandenen Ressourcen neu zu denken und dadurch langfristig zugängliche, übertragbare und nachhaltige Lösungen zu fördern.

Ein besonderer Dank gilt allen Referentinnen und Referenten, Mitwirkenden und Teilnehmenden für das Teilen ihrer Erfahrungen, Ideen und ihres Engagements. Sie haben dazu beigetragen, einen offenen und inspirierenden Dialog über Innovation, Kooperation und Nachhaltigkeit zu schaffen.

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