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Freie Universität Bozen

Methoden und Organisation der Sozialarbeit

Semester 1 · 51126 · Bachelor in Sozialarbeit · 10KP · DE · IT


Die Veranstaltung verbindet die Einführung in die Methodenlehre der Sozialarbeit mit einem Überblick über ihre Handlungsfelder sowie über Fragen ihrer Organisation.
Die Vorlesung und das Laboratorium zu den Methoden der Sozialarbeit verbinden eine allgemeine Einführung in die Bedeutung von Methoden in der Sozialarbeit mit einem Überblick über methodische Ansätze sowie über die Grundprinzipien und Phasen der Hilfeplanung. Besonderes Augenmerk wird auf partizipative Ansätze bei der Planung, Durchführung, Dokumentation und Evaluation von Unterstützungsangeboten gelegt. Diese Themen werden im Laboratorium handlungsorientiert aufgegriffen und anhand unterschiedlicher Fallbeispiele aus verschiedenen Handlungsfeldern veranschaulicht und diskutiert. Darüber hinaus erfolgt eine praxisorientierte Einführung in verschiedene Instrumente der Sozialarbeit sowie in die Grundlagen der Gesprächsführung.
Das Modul zu den Handlungsfeldern und zur Organisation der Sozialarbeit vermittelt einen Überblick über verschiedene Handlungsfelder der Sozialarbeit sowie über deren Ausgestaltung und Organisation im lokalen Kontext, sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sozialwesen. Zudem werden Grundbegriffe der Organisationssoziologie sowie Fragen der Organisation sozialer Dienste eingeführt und in ihrer sozialpolitischen Bedeutung diskutiert.

Lehrende: Urban Nothdurfter, Maria Chiara Pedroni, Elisabeth Berger

Vorlesungsstunden: 48
Laboratoriumsstunden: 20
Anwesenheitpflicht: Laut Studiengangsregelung

Themen der Lehrveranstaltung
Die integrierte Lehrveranstaltung vermittelt grundlegende Kenntnisse zu den Methoden, Handlungsfeldern und der Organisation der Sozialarbeit und verbindet theoretische Grundlagen mit Vertiefungen, die auf die professionelle Praxis ausgerichtet sind. Die Studierenden vertiefen das methodische Vorgehen und die zentralen Phasen der Hilfeplanung und erproben relevante Methoden, Instrumente und Techniken im Rahmen eines partizipativ ausgerichteten Laboratoriums. Gleichzeitig erwerben sie systematische Kenntnisse über die zentralen Handlungsfelder, die Organisationsformen und die Träger sozialer Dienste sowie über die institutionellen, organisatorischen und politischen Rahmenbedingungen, die den Kontext professionellen Handelns bestimmen.

Unterrichtsform
Vortrag, Diskussion, Gruppenarbeiten

Bildungsziele
Die Veranstaltung vermittelt grundlegende Kenntnisse zu den Methoden, Handlungsfeldern und Organisationsformen der Sozialarbeit. Die Studierenden erwerben ein Verständnis für die Bedeutung methodischen Handelns, lernen zentrale Ansätze, Instrumente und Phasen der Hilfeplanung kennen und setzen sich mit partizipativen Formen der Planung, Durchführung, Dokumentation und Evaluation von Unterstützungsangeboten auseinander. Darüber hinaus entwickeln sie ein grundlegendes Verständnis für die organisatorischen und sozialpolitischen Rahmenbedingungen sozialer Dienste im öffentlichen und privaten Sozialwesen. Wissen und Verstehen Nach erfolgreichem Abschluss der Veranstaltung können die Studierenden: • die Bedeutung von Methoden für professionelles Handeln in der Sozialarbeit erläutern; • zentrale methodische Ansätze, Grundprinzipien und Phasen der Hilfeplanung beschreiben; • grundlegende Instrumente der Sozialarbeit und Prinzipien professioneller Gesprächsführung benennen und erklären; • verschiedene Handlungsfelder der Sozialarbeit sowie deren Aufgaben und Zielgruppen unterscheiden; • grundlegende Organisationsformen sozialer Dienste im öffentlichen und privaten Sozialwesen beschreiben; • zentrale Begriffe der Organisationssoziologie erklären und deren Bedeutung für die Sozialarbeit und die Sozialpolitik einordnen. Anwendung von Wissen und Verstehen Die Studierenden können: • methodische Ansätze und Instrumente auf einfache Fallbeispiele aus unterschiedlichen Handlungsfeldern anwenden; • Unterstützungsprozesse unter Berücksichtigung der einzelnen Phasen der Hilfeplanung analysieren und entwerfen; • partizipative Ansätze in der Planung, Durchführung, Dokumentation und Evaluation von Unterstützungsangeboten berücksichtigen; • grundlegende Techniken der professionellen Gesprächsführung in praktischen Übungen anwenden; • organisatorische und institutionelle Rahmenbedingungen bei der Analyse sozialarbeiterischer Handlungssituationen berücksichtigen; • geeignete Vorgehensweisen für konkrete Fallkonstellationen begründet auswählen. Urteilsvermögen Die Studierenden können: • methodische Vorgehensweisen hinsichtlich ihrer Angemessenheit für unterschiedliche Situationen, Zielgruppen und Handlungsfelder beurteilen; • Chancen und Grenzen verschiedener Instrumente und Unterstützungsangebote kritisch reflektieren; • die Bedeutung von Partizipation, Selbstbestimmung und professioneller Verantwortung in Hilfeprozessen einschätzen; • organisatorische Rahmenbedingungen und deren Auswirkungen auf professionelles Handeln kritisch analysieren; • soziale Dienste und deren Organisationsformen in ihren sozialpolitischen Zusammenhängen einordnen; • eigene fachliche Entscheidungen nachvollziehbar begründen und reflektieren. Kommunikationsfähigkeit Die Studierenden können: • zentrale fachliche Begriffe und methodische Überlegungen verständlich und angemessen verwenden; • Fallanalysen und Handlungsvorschläge strukturiert schriftlich und mündlich darstellen; • sich konstruktiv an fachlichen Diskussionen und Gruppenarbeiten beteiligen; • unterschiedliche Perspektiven von Adressat:innen, Fachkräften und Organisationen erkennen und in die Diskussion einbeziehen; • Gesprächssituationen professionell, respektvoll und adressat:innenorientiert gestalten; • gemeinsam erarbeitete Ergebnisse nachvollziehbar präsentieren und begründen. Lernfähigkeit Die Studierenden können: • ihr eigenes methodisches Handeln und ihren Lernprozess kritisch reflektieren; • Rückmeldungen aufnehmen und zur Weiterentwicklung ihrer fachlichen und kommunikativen Kompetenzen nutzen; • relevante Fachliteratur und weitere Informationsquellen selbstständig erschließen; • theoretische Inhalte mit praktischen Fallbeispielen und Erfahrungen verbinden; • Wissens- und Kompetenzlücken erkennen und geeignete Strategien zu deren Bearbeitung entwickeln.

Art der Prüfung
Die Leistungsbewertung beruht auf Gruppenarbeiten oder schriftlichen Hausarbeiten in allen drei Modulen sowie auf einer integrierten schriftlichen und mündlichen Prüfung. Die Gruppen- und Hausarbeiten dienen der Anwendung und Vertiefung der im Unterricht behandelten Inhalte und fließen mit insgesamt 50% (30 % für das Laboratorium und 20% (jeweils 10%) für die Vorlesungen) in die Endnote ein. Die schriftliche Prüfung (30 %) überprüft die Kenntnis und das Verständnis der zentralen theoretischen, methodischen und organisatorischen Inhalte der Lehrveranstaltung sowie deren Anwendung auf konkrete Fragestellungen bzw. Fallbeispiele. Die mündliche Prüfung (20 %) dient der vertieften Diskussion ausgewählter Inhalte und überprüft insbesondere die Fähigkeit, fachliche Zusammenhänge herzustellen, zu reflektieren und argumentativ darzustellen. Alle Prüfungsteile müssen jeweils positiv bewertet werden.

Bewertungskriterien
Die Bewertung bezieht sich auf die Erreichung der beschriebenen Lernergebnisse. Berücksichtigt werden fachliche Kenntnisse, die Anwendung des Gelernten auf konkrete Handlungssituationen, die Fähigkeit zur kritischen Reflexion sowie die Qualität der schriftlichen und mündlichen Darstellung.

Pflichtliteratur

s. Modulbeschreibungen




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Ziele für nachhaltige Entwicklung
Diese Lehrtätigkeit trägt zur Erreichung der folgenden Ziele für nachhaltige Entwicklung bei.

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Modules

Semester 1 · 51126A · Bachelor in Sozialarbeit · 3KP · IT

Module A — Methoden und Techniken der Sozialen Arbeit

Das Modul soll den Studierenden die grundlegenden methodischen Elemente der Sozialarbeit vermitteln. Am Ende des Kurses sollen die Teilnehmenden die Prinzipien und theoretischen Grundlagen des Fachgebiets sowie die verschiedenen Phasen des Hilfsprozesses kennen, vom ersten Kontakt mit den Diensten bis zum Abschluss der Intervention.

Lehrende: Maria Chiara Pedroni

Vorlesungsstunden: 18
Laboratoriumsstunden: 0

Themen der Lehrveranstaltung
Das Modul soll den Studierenden die grundlegenden methodischen Elemente der Sozialarbeit vermitteln. Am Ende des Kurses sollen die Teilnehmenden die Prinzipien und theoretischen Grundlagen des Fachgebiets sowie die verschiedenen Phasen des Hilfsprozesses kennen, vom ersten Kontakt der Menschen mit den Diensten bis zum Abschluss der Intervention. Behandelte Themen: - Ansatzpunkte für eine Reflexion über die Methodik in der Sozialarbeit - Prinzipien und Werte der Sozialarbeit - Die Phasen des Hilfsprozesses: Zugang zu den Diensten, Erstbeurteilung, Interventionsplan, Abschluss und abschließende Bewertung der Intervention.

Unterrichtsform
Vorlesungen

Pflichtliteratur

Fargion, S. (2013) Il metodo nel servizio sociale, Carocci, Roma.



Weiterführende Literatur

wird während der Vorlesung bekannt gegeben



Semester 1 · 51126B · Bachelor in Sozialarbeit · 2KP · DE

Module B — Methoden und Techniken der Sozialen Arbeit (LAB)

Das Laboratorium strebt die Vertiefung der Inhalte der Vorlesung Methoden und Techniken der Sozialarbeit an. Basierend auf dem Lehrplan der Vorlesung Methoden und Techniken der Sozialarbeit und bisher vermitteltem theoretischen Hintergrundwissen der Sozialarbeit zielt dieses Laboratorium darauf ab, das methodische Vorgehen, die Instrumente und die Techniken innerhalb eines partizipativen Hilfsprozesses der professionellen Sozialarbeit zu vertiefen und anhand praxisrelevanter Inhalte gemeinsam zu erarbeiten.

Lehrende: Elisabeth Berger

Vorlesungsstunden: 0
Laboratoriumsstunden: 20

Semester 1 · 51126C · Bachelor in Sozialarbeit · 5KP · DE

Module C — Handlungsfelder und Organisation der Sozialarbeit

Das Modul zu den Handlungsfeldern und zur Organisation der Sozialarbeit vermittelt einen systematischen Überblick über zentrale Tätigkeitsbereiche, institutionelle Kontexte und Organisationsformen der Sozialarbeit. Behandelt werden unterschiedliche Handlungsfelder, ihre jeweiligen Zielgruppen, Aufgaben, professionellen Rollen und methodischen Besonderheiten. Dabei wird insbesondere untersucht, wie diese Handlungsfelder im lokalen Kontext ausgestaltet und organisiert sind und welche Zuständigkeiten öffentliche, private und zivilgesellschaftliche Träger übernehmen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der institutionellen und organisatorischen Einbettung professionellen Handelns. Die Studierenden werden in zentrale Begriffe und Ansätze der Organisationssoziologie eingeführt und setzen sich unter anderem mit Organisationsstrukturen, Entscheidungsprozessen, Arbeitsteilung, Kooperation, professionellen Handlungsspielräumen sowie den Beziehungen zwischen Organisationen und ihrer Umwelt auseinander. Berücksichtigt werden zudem die Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Diensten und Berufsgruppen sowie Fragen der Koordination und Vernetzung von Unterstützungsangeboten.
Die Organisation sozialer Dienste wird darüber hinaus in ihrem gesellschaftlichen und sozialpolitischen Kontext betrachtet. Diskutiert wird, wie rechtliche Rahmenbedingungen, sozialpolitische Zielsetzungen, Finanzierungsformen und Veränderungen des Wohlfahrtsstaates die Ausgestaltung sozialer Dienste und die Handlungsmöglichkeiten von Fachkräften beeinflussen. Auf diese Weise lernen die Studierenden, Handlungsfelder und Organisationen der Sozialarbeit nicht nur zu beschreiben, sondern auch ihre Strukturen, Funktionen und Entwicklungen kritisch zu analysieren.

Lehrende: Urban Nothdurfter

Vorlesungsstunden: 30
Laboratoriumsstunden: 0

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