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Freie Universität Bozen

Pressemitteilungen

AlmaLaurea 2022. Studierende der unibz machen mehr Praktika und Auslandserfahrungen und arbeiten häufiger während des Studiums

Alljährlich zeichnet das Konsortium AlmaLaurea ein Bild über das Profil und den Karrierestart von Absolvent*innen italienischer Universitäten. Für ehemalige Studierende der Freien Universität Bozen wird einmal mehr ein positiver Befund geliefert: bei Bachelorstudiengängen liegt die Studiendauer leicht unter dem nationalen Durchschnitt, es werden mehr Praktikums- und Auslandserfahrungen gesammelt und die Beschäftigungsrate ein Jahr nach Abschluss des Studiums ist ebenfalls höher als im restlichen Italien.

Am Donnerstagnachmittag wurden die Ergebnisse der beiden Umfragen veröffentlicht, die das Konsortium AlmaLaurea (dem 77 italienische Universitäten angehören) jedes Jahr zum Profil und dem Beschäftigungsstatus von Universitätsabsolvent*innen erstellt. Damit steht einerseits die Studienleistung von im Jahr 2021 italienweit rund 300.000 Absolvent*innen auf dem Prüfstand; anderseits wird sichtbar gemacht, wie es ein, drei und fünf Jahre nach Studienabschluss um die Beschäftigung der Absolvent*innen steht.

Die Freie Universität Bozen hebt sich in den Berichten in einigen Bereichen klar vom italienischen Durchschnitt ab. So liegt das Durchschnittsalter der Absolvent*innen von Bachelorstudiengängen mit 23,9 Jahren unter dem italienweiten Durchschnitt von 24,5 Jahren. Bei Masterstudiengängen verschwindet dieser Unterschied wieder: hier entspricht der Bozner Wert dem landeweiten Durchschnitt von 27,1 Jahren. Beim einstufigen Master in Bildungswissenschaften haben die Absolvent*innen in Brixen dagegen die Nase wieder leicht vorne: mit 26,7 gegenüber 27,0 Jahren.

„Die beiden AlmaLaurea-Berichte geben uns ein wertvolles Feedback zu den Leistungen und dem Berufsstart der Studierenden, die wir ausgebildet haben und die nun in der Arbeitswelt mit ihren Kompetenzen und ihrem Wissen einen wertvollen Beitrag leisten”, erklärt der Rektor der unibz Prof. Paolo Lugli. „Wir sind zuversichtlich, dass dies auch für die Absolvent*innen der beiden neuen Bachelorstudiengänge „Gastronomie und Önologie in Bergregionen“ mit Sternekoch Norbert Niederkofler sowie „Elektrotechnik und cyberphysische Systeme“ gilt, die wir ab Herbst anbieten. Erfreulich am positiven Zeugnis, das unsere Absolvent*innen in den beiden Berichten erhalten, ist auch die Tatsache, dass sie in überdurchschnittlicher Anzahl Praktika in Unternehmen, Schulen oder Banken sowie Auslandserfahrungen machen.“

Wer sind die Absolvent*innen der Freien Universität Bozen?

An der Umfrage zum Profil der Absolvent*innen nahmen 2021 826 scheidende Studierende der unibz teil. 468 beendeten einen Bachelorstudiengang, 178 einen Master und 180 den fünfjährigen Master in Bildungswissenschaften für den Primarbereich. Ins Auge springt die internationale Mischung unter den Befragten, die zweifelsohne dem dreisprachigen Angebot der unibz zu verdanken ist: Insgesamt 10,7% der Absolvent*innen haben eine ausländische Staatsbürgerschaft: bei Bachelorstudiengängen sind es 11,3% gegenüber 3,4% im italienischen Durchschnitt, bei den zweijährigen Masterstudiengängen gar 19,1% (italienischer Durchschnitt: 6,3%). 22,8% der Absolvent*innen kommen von außerhalb der Region; bei Bachelorstudiengängen 28,2% und bei zweijährigen Masterstudiengängen 28,7%. 

Alter, Studiendauer und Abschlussnoten

Das Durchschnittsalter bei Studienabschluss liegt bei 25,2 Jahren; bei Bachelorstudiengängen beträgt es 23,9 Jahre (24,5 national) und 27,1 Jahre bei den zweijährigen Masterstudiengängen (gleich wie auf nationaler Ebene). Die Absolvent*innen der unibz studieren in der Regel schneller als im Rest des Landes:  66,5% der Bachelorabsolvent*innen vollenden ihr Studium in der vorgesehenen Mindestzeit (60,1% nationaler Durchschnitt); bei den Masterstudiengängen sind es 80,3% (67% national). Noch größer ist der Unterschied beim einstufigen Master in Bildungswissenschaften für den Primarbereich: 86,1% gegenüber 49,7%. Was den Notendurchschnitt betrifft, liegt die unibz bei den Bachelorstudiengängen leicht vorne (101,3 versus 100,4), während sich bei den zweijährigen Masterstudiengängen und beim einstufigen Master die Tendenz umkehrt: mit 107,1 versus 108,1 und 101,2 versus 105,7.

Breite Praktika- und Auslandserfahrung: die große Stärke der unibz-Absolvent*innen

74,9% der unibz-Absolvent*innen haben ein im Rahmen ihres Studiengangs anerkanntes Praktikum absolviert. Bei den Bachelorstudiengängen sind es 75,2% (italienweit 56,6%), bei den zweijährigen Masterstudiengängen 72,0% (italienweit 60,2%). Noch größer ist der Abstand zum nationalen Durchschnitt, was Auslandserfahrungen betrifft: 26,1% der Bachelorabsolvent*innen (5,8% italienweit) weisen eine anerkannte Studienerfahrung im Ausland auf (vorwiegend Erasmus); beim einstufigen Masterstudiengang sind es 16,8% (14% insgesamt).

Auch Arbeitserfahrungen während des Studiums sind in Bozen weiterverbreitet als im restlichen Italien: 83,5% der Absolvent*innen haben hier während ihres Studiums gearbeitet; 83,7% im Rahmen eines Bachelorstudiengangs (gesamt: 64,9%), 78% während eines zweijährigen Masterstudiengangs (gesamt: 65,7%) und 88,3% im Rahmen des einstufigen Masterstudiengangs Bildungswissenschaften für den Primarbereich (gesamt: 56,2%).

Zufriedenheitsgrad mit dem Studium

Bestätigt wird in der aktuellen AlmaLaurea-Befragung auch der hohe Zufriedenheitsgrad der unibz-Absolvent*innen, der anhand unterschiedlicher Faktoren abgefragt wird: besonders ausgeprägt ist mit 88,7% die Zufriedenheit mit der Beziehung zu den Dozent*innen; auch der Arbeitsaufwand wurde von 86,6% als angemessen für den jeweiligen Studiengang empfunden. Gute Werte gibt es wie immer auch für Infrastrukturen wie Hörsäle (86,7%). 86,3% beurteilten die Studienerfahrung insgesamt als positiv. Und wer würde die Universität noch einmal besuchen? 69,2% der Absolvent*innen würde noch einmal denselben Studiengang besuchen; 6% gaben an, dass sie noch einmal die unibz, aber einen anderen Studiengang besuchen würden.

Umfrage zum Beschäftigungsstatus  

An der Umfrage zum Beschäftigungsstatus haben insgesamt 1.253 Absolvent*innen der Freien Universität Bozen teilgenommen. Dabei wurden einerseits Absolvent*innen von Bachelor- und Masterstudiengängen befragt, die ihr Studium vor einem Jahr abgeschlossen haben. Die zweite Zielgruppe waren Masterabsolvent*innen des Jahres 2016, die also 5 Jahre zuvor ihr Studium beendet hatten.

Bachelorabsolvent*innen ein Jahr nach Studienabschluss

An der Umfrage nahmen 458 Absolvent*innen aus dem Jahr 2020 teil, die 2021, ein Jahr nach ihrem Bachelor-Abschluss, kontaktiert wurden. 54,2% von ihnen hatten sich entschlossen, ihre Ausbildung mit einem Masterstudiengang fortzusetzen. Der Fokus von AlmaLaurea galt aber stärker jener Gruppe, die sich dafür entschieden hatte, direkt in den Arbeitsmarkt einzutreten und sich in keinen weiteren Studiengang einzuschreiben (42,7% der gesamten Bachelorabsolvent*innen). Ein Jahr nach Studienabschluss liegt die Beschäftigungsquote (alle Personen, die einer bezahlten Tätigkeit, Arbeit oder Ausbildung nachgehen) bei 74,6% (74,5% auf nationaler Ebene). Ihr Durchschnittsgehalt liegt bei 1.591 Euro netto pro Monat und damit über dem nationalen Wert von 1.340 Euro.

Absolvent*innen von Masterstudiengängen ein und fünf Jahre nach Studienabschluss

Insgesamt 359 Absolvent*innen von Masterstudiengängen (190 eines zweijährigen Master und 169 des einstufigen) wurden ein Jahr nach Studienabschluss kontaktiert; 174 (79 eines zweijährigen bzw. 83 des einstufigen Masterstudiengangs) dagegen 5 Jahre nach Studienabschluss. Nach einem Jahr lag die Beschäftigungsquote bei 91% (74,6% nationaler Durchschnitt) - ein Wert, der in Zusammenhang mit dem Fakt zu sehen ist, dass sich in Masterstudiengänge auch Menschen einschreiben, die bereits arbeiten. Die durchschnittliche Entlohnung lag bei 1.645 Euro netto im Monat (1.407 Euro im italienweiten Durchschnitt).

Fünf Jahre nach Studienabschluss liegt die Beschäftigungsrate von Absolvent*innen der Masterstudiengänge bei 88,5% (gleichauf mit dem nationalen Durchschnitt). Unterschiede gibt es bei der monatlichen Nettoentlohnung: 1.781 Euro gegenüber 1.635 Euro im italienweiten Durchschnitt.

Und schließlich: wo finden die Absolvent*innen von Masterstudiengängen Arbeit? 36,1% in der Privatwirtschaft, 61,9% im öffentliche Sektor und 2,1% im Non-Profit-Bereich. 87,6% der Jobs liegen im Dienstleistungssektor, während 9,3% der Absolvent*innen dem Industriebereich und 2,1% der Landwirtschaft zuzuordnen sind.

(su)

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