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Freie Universität Bozen

Pressemitteilungen

Beschäftigungslage: AlmaLaurea veröffentlicht zum 7. Mal Bericht zur Beschäftigungslage von Doktorand*innen

Hochgradig spezialisiert, von Arbeitslosigkeit nicht betroffen, hauptsächlich im öffentlichen Sektor beschäftigt und sehr zufrieden mit ihrem Studium: dieses Bild zeichnet der „Bericht 2022 über das Profil und den Beschäftigungsstatus der Doktorand*innen der Freien Universität Bozen“ mit Blick auf die Absolvent*innen eines Doktoratsstudiums (PhD) an der unibz.

Die Freie Universität Bozen bietet derzeit neun verschiedene Doktoratsprogramme (im Englischen PhD’s) in Disziplinen an, in denen an der Universität geforscht wird: von der Informatik bis zu den Wirtschaftswissenschaften, von der Pädagogik bis zu Linguistik, Ingenieurwissenschaften mit Fokus erneuerbare Energien, den Umwelt- und Forstwissenschaften und den Lebensmittelwissenschaften und -technologien. Im Rahmen der PhD-Programms wählt die Universität aus den Masterabsolvent*innen die Besten für ein weiterführendes 3-jähriges Studium aus. In diesen drei vertiefenden Jahren definieren sie wissenschaftliche Forschungsschwerpunkte, die sie nach ihrem Abschluss in öffentlichen wie privaten Forschungseinrichtungen oder in Unternehmen fortführen können.

AlmaLaurea analysiert alljährlich im „Bericht über das Profil und die Beschäftigungssituation von Doktorand*innen" die Leistungen von Doktorand*innen an italienischen Universitäten und ein Jahr nach ihrem Abschluss ihre Beschäftigungssituation. An der 7. Ausgabe dieses Berichts haben 51 Doktorandinnen und Doktoranden der Freien Universität Bozen teilgenommen.

unibz: Internationaler in Herkunft und Studienlaufbahn


Wer sind die unibz-Doktorand*innen? Einige Daten skizziert deren Profil: 7,3 % der unibz-Doktoranden haben mit Unternehmen promoviert (Industriepromotion), was dem nationalen Messwert von 7,9 % entspricht; 4,9 % der Doktorand*innen haben einen doppelten/mehrfachen Abschluss erworben. Die internationale Ausrichtung der unibz spiegelt sich in der nationalen und universitären Herkunft: 9,8 % der Doktorand*innen erwarben ihren Doktortitel an derselben Universität wie ihren Master- oder Bachelorabschluss (56,7 % im übrigen Italien), 34,1 % der Doktorand*innen haben ihr Grundstudium an einer ausländischen Universität absolviert. 37,3 % der Doktorand*innen sind ausländische Staatsangehörige (gegenüber 16,2 % an anderen italienischen Universitäten). Studierende, die sich für ein Doktoratsstudium entscheiden, haben im Durchschnitt gute Leistungen in ihrem vorherigen Studium erbracht; 51,9 % der Doktorand*innen, die in Italien ihren Abschluss gemacht haben, beendeten ihr Masterstudium mit der Höchstpunktezahl 110 cum laude. Das Durchschnittsalter bei der Promotion liegt bei 34,2 Jahren und damit etwas höher als national gemessen (32,6 Jahre).

Ein weiteres Merkmal der unibz-Doktorand*innen ist, dass sie einen Studien- und Forschungsaufenthalt im Ausland absolvieren: 78 % nutzen diese Möglichkeit im Vergleich zu 50,6 % ihrer Kolleg*innen aus dem übrigen Italien. Zudem enden 95,1 % der Promotionen an der unibz mit mindestens einer Veröffentlichung gegenüber 86,6 % im restlichen Staatsgebiet. Schließlich würden sich 31% wieder für eine Promotion an der unibz entscheiden.

Beschäftigungssituation ein Jahr nach Studienabschluss

Fast die Hälfte aller Befragten entschied sich für ein Doktorat, um ihre Berufsaussichten nach dem universitären Abschluss zu verbessern (43,9 gegenüber 41,1 Italienweit). Unter diesem Gesichtspunkt kann man sagen, dass der Doktortitel ein äußerst wirksames Mittel gegen die Arbeitslosigkeit ist. Die Beschäftigungsquote der 51 Promovierten an der unibz liegt bei 96,6%. Die Arbeitslosenquote, berechnet auf der Grundlage der erwerbstätigen Bevölkerung liegt bei null (4,8 % staatsweit). Auch bei den Löhnen weichen die unibz-Absolvent*innen leicht vom italienischen Durchschnitt ab: Der monatliche Nettolohn beträgt 1.862 Euro gegenüber 1.784 Euro im nationalen Vergleich. Keiner von ihnen ist jedoch selbständig tätig, 17,9 % verfügen über einen unbefristeten Arbeitsvertrag.

Wo ist ihr Arbeitsgebiet?
75 % der Doktorand*innen sind im öffentlichen Sektor beschäftigt (65,8 % in Italien), 21,4 % in der Privatwirtschaft und 3,6 % im gemeinnützigen Sektor. Der Dienstleistungssektor absorbiert 96,4 % der Doktorand*innen (89,7 % in Italien), während die Industrie 3,6 % der Beschäftigten stellt (9,2 % im übrigen Land).

(vic)