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Freie Universität Bozen

Pressemitteilungen

Innovationskultur in der Industrie: Konferenz zur TRIZ-Methodik

Die Konferenz ETRIA mit dem Schwerpunkt „TRIZ Future“ findet vom 22. bis 24. September statt. Redner von Siemens und Samsung sowie Wissenschaftler befassen sich mit dem Thema der kreativen Lösung komplexer Fragestellungen. 

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Das zunehmende Tempo im 21. Jahrhundert hat die Lebensdauer vieler Produkte erheblich verkürzt und den Druck auf die Unternehmen erhöht, ihren Kunden in immer kürzeren Abständen neue und verbesserte Produkte anzubieten. „Heute müssen Unternehmen ständig innovativ produzieren, was die Nachfrage nach fähigen Ingenieur*innen und Wissenschaftler*innen erhöht,“ so Iouri Belski, einer der Keynote-Speaker der Konferenz. „Hochschulabsolvent*innen müssen demnach in der Lage sein, komplexe Probleme schnell und kreativ zu lösen. Um die Kreativität der Hochschulabgänger*innen zu steigern, haben viele Ingenieur- und naturwissenschaftliche Studiengänge ihre Studierenden in die TRIZ-Heuristik eingeführt.“

Zur Erläuterung: Die Theorie des erfinderischen Problemlösens, kurz TRIZ (Theory of Inventive Problem Solving), geht davon aus, dass die Anzahl der Lösungsprinzipien begrenzt ist, weswegen die Lösung für Probleme in einem ganz anderen Bereich zu finden sein könnte. Das bekannteste Beispiel für TRIZ ist die Veredelung von Diamanten, bei der dasselbe Verfahren wie bei der Extraktion von Paprikasamen angewandt wird.

„Wenn man heute über TRIZ spricht, so mag das anachronistisch erscheinen, wurde die Theorie doch in der ehemaligen Sowjetunion entwickelt und ist bei uns in den vergangenen 30 Jahren bekannt geworden. Doch hat sie in Forscherkreisen dazu beigetragen, Problemlösungen für vielerlei Fragestellungen zu finden. Daher glaube ich, dass TRIZ es uns ermöglicht, bei so aktuellen Themen wie der Umweltkrise anhand von strukturell und gleichsam kreativen Denkansätzen einen wichtigen Beitrag zu leisten“, so der Organisator Yuri Borgianni von der Fakultät für Naturwissenschaften und Technik.

Die von der Freien Universität Bozen organisierte ETRIA-Konferenz "TRIZ Future 2021 legt ihren Schwerpunkt in diesem Jahr auf das Thema der Nachhaltigkeit und das Zusammenspiel von Innovation, Kreativität und Umweltschutz. Die Konferenz findet online vom 22. bis 24. September 2021 statt.

Neben der Präsentation wissenschaftlicher Arbeiten und industrieller Fallstudien umfasst das Veranstaltungsprogramm die Key-Note-Vorträge führender Persönlichkeiten, unter anderem von Siemens, Samsung und Brembo.

Der Workshop-Tag am 21. September 2021 befasst sich mit den Grundlagen von TRIZ und ihrer Verbreitung in der Industrie. Diese finden in italienischer und deutscher Sprache statt. Es werden Ergebnisse von regionalen Studien zur Kreislaufwirtschaft und der Nachhaltigkeit im Bauwesen vorgestellt.

Die Veranstaltung wird online durchgeführt. Lediglich die Teilnahme an den Workshops ist kostenlos.


Für eine Teilnahme ist innerhalb 19. September eine Anmeldung hier erforderlich.

 (vic)

 

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