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Freie Universität Bozen

I proff. Luciano Monzali e Michael Gehler.
I proff. Luciano Monzali e Michael Gehler.

Pressemitteilungen

Geschichte der Südtirol-Autonomie: Vorträge von Luciano Monzali und Michael Gehler

Die Historiker Luciano Monzali und Michael Gehler beleuchten am 21. und 25. März 2022 die bewegte Geschichte der Südtirol-Autonomie zwischen 1948 und 1992.  

 

Die Geschichte der Südtirol-Autonomie steht im Mittelpunkt der Vortragsreihe zum Thema „Modellfall Südtirol? Regionalautonomien im europäischen Vergleich“, die das Kompetenzzentrum für Regionalgeschichte der Freien Universität Bozen von März bis Juni 2022 in Bozen organisiert. Die Vortragsreihe ist Teil eines eigenen Veranstaltungsschwerpunktes zur Autonomie-Geschichte, den das Kompetenzzentrum für Regionalgeschichte anlässlich des Inkrafttretens des Zweiten Autonomiestatus vor 50 Jahren organisiert.

 Der Vortrag des Hildesheimer Universitätsprofessors und Südtirol-Experten Michael Gehler zum Thema „Südtirol von der erzwungenen Pseudo-Autonomie zur errungenen Provinzial-Autonomie 1945/48–1972“ findet am Montag, den 21. März 2022, im Kolpinghaus Bozen statt. Er wird sich mit den zentralen regionalgeschichtlichen Ereignissen auf dem steinigen Weg hin zum Zweiten Autonomiestatut von 1972 auseinandersetzen. Das vergebliche Ringen um eine faire Autonomieregelung für Ladiner und Südtiroler (1947/48), die Großkundgebung von Sigmundskron (1957), die Internationalisierung der Südtirolfrage vor den Vereinten Nationen durch Österreich (1959–1961), die „Feuernacht“ (1961) und ihre Folgen mit dem fehlenden Durchbruch der 19er-Kommission (1961–1964) sowie der historische Kompromiss Moro-Waldheim und die „Paketschlacht“ von Meran (1969) stehen dabei im Mittelpunkt.

Am Freitag, den 25. März 2022, beschäftigt sich hingegen der an der Universität Bari lehrende Historiker Luciano Monzali in einem eigenen Vortrag zum Thema „L’Alto Adige nei rapporti italo-austriaci 1969-1992“ mit den österreichisch-italienischen Beziehungen nach dem Paketabschluss. Der Vortrag behandelt vor allem die Entwicklung der bilateralen Beziehungen zwischen Wien und Rom bis zum Jahr 1992. Er geht dabei auf die wesentlichen diplomatischen Initiativen und die Entwicklung der Verhandlungen ein, die dann schließlich zur Beendigung des Streits um Südtirol vor den Vereinten Nationen führten.

In der Zusammenschau bieten beide Vorträge eine umfassende Aufarbeitung der Geschichte der Südtirol-Autonomie von den ersten Jahren nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs bis zur Streitbeilegung vor der UNO.

 Prof. Michael Gehler ist Leiter des Instituts für Geschichte an der Universität Hildesheim sowie seit 2006 Inhaber eines Jean-Monnet-Chairs für vergleichende europäische Zeitgeschichte und die Geschichte der europäischen Integration; er ist korrespondierendes Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien und war von 2013 bis 2017 Direktor des Instituts für Neuzeit- und Zeitgeschichtsforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien.

Prof. Luciano Monzali ist Inhaber einer Professur für die Geschichte der internationalen Beziehungen an der Universität Bari. Er beschäftigt sich vor allem mit der Geschichte der italienischen Außenpolitik, Historiographiegeschichte sowie der internationalen Diplomatiegeschichte.

 Termine:

Vortrag von Prof. Michael Gehler (Stiftung Universität Hildesheim)

Südtirol von der erzwungenen Pseudo-Autonomie zur errungenen Provinzial-Autonomie 1945/48–1972 (Vortrag in deutscher Sprache)

Ort: Kolpinghaus Bozen, Adolph-Kolping-Straße 3, Großer Saal

Zeit: 21.03.2022, 17.30 Uhr

 

Vortrag von Prof. Luciano Monzali (Università degli Studi di Bari)

L’Alto Adige nei rapporti italo-austriaci 1969-1992 (Vortrag in italienischer Sprache)

Ort: Kolpinghaus Bozen, Adolph-Kolping-Straße 3, Josefsaal

Zeit: 25.03.2022, 17.30

Der Eintritt ist frei. Für den Zugang sind Green Pass (2G) und Maske notwendig.

(su)

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