Skip to content

Freie Universität Bozen

Studio C2 - IMAGE

Semester 2 · 97122 · Bachelor in Design und Künste - Studienzweig Kunst · 19KP · IT · EN · DE


Der Kurs vermittelt, Grundlagen, Arbeitsweisen, Methoden und Theorien der bildgebenden Medien Fotografie und Video (inklusive entsprechender KI-Anwendungen). Besonderes Augenmerk liegt hierbei auf einer kritisch-analytischen Kontextualisierung dieser Medien und deren zeitgenössischen kulturellen, sozialen und politischen Implikationen.

Lehrende: Giulia Cordin, Eva Leitolf, Marcello Barison

Vorlesungsstunden: 90+60+30
Laboratoriumsstunden: 0
Anwesenheitpflicht: Nicht obligatorisch, aber empfohlen

Themen der Lehrveranstaltung
Gegenwärtig, unter dem Einfluss der vorherrschenden neoliberalen Logik, werden wir dazu veranlasst, unsere Handlungen und Entscheidungen als Ausdruck persönlicher Freiheit zu begreifen. Zugleich, zunehmend losgelöst und entfremdet von einem Sinn für Gemeinschaft und Kollektivität, haben wir das Imperativ verinnerlicht, uns ständig zu präsentieren, zu verbessern und zu optimieren – während wir uns gleichzeitig mit einer persönlichen Verantwortung belastet fühlen, auf die Ereignisse der Welt zu reagieren. Dieses Konzept individueller Verantwortung verschleiert zahlreiche soziale und politische Verantwortlichkeiten und reduziert komplexe Realitäten auf bloße persönliche Entscheidungen. In der Folge wird das Individuum allein für seinen eigenen Erfolg, sein Scheitern oder seine prekäre Lage verantwortlich gemacht, was es zunehmend erschwert, Formen des gemeinsamen Lebens, des Teilens, der Solidarität und des kollektiven Widerstands zu denken und zu praktizieren. Das Gefühl eines ‚Wir‘ ist weder gegeben noch stabil, sondern wird fortwährend konstruiert und transformiert, wobei es vielfältige Bedeutungen und potenziell konfliktträchtige Formen annimmt. Im kommenden Semester sind die Studierenden eingeladen, künstlerische Projekte zu entwickeln, die ihr eigenes In-der-Welt-Sein als politischen Akt hinterfragen, provozieren und destabilisieren: Wo verläuft die Grenze zwischen Autonomie und Interdependenz? Wie kann ein Bild eine Vorstellung von Gemeinschaft konstruieren oder in die Krise führen? Wo höre ich auf und wo beginnt der andere? Um über rein individuelle Belange hinauszugehen und den Blick für vielfältige Fragen des gemeinschaftlichen Zusammenlebens zu öffnen, sollen Studierende dazu angeregt werden, sich mit dem Anderssein auseinanderzusetzen – ausgehend vom thematischen Kontext, von politischen Spannungen und von einer Offenheit gegenüber unterschiedlichen Horizonten (etwa anthropologischen, kosmischen, technologischen, existenziellen, narrativen oder poetischen).

Propädeutische Lehrveranstaltungen
Das WUP-Projekt und alle WUP-Kurse bestanden zu haben; in den auf das erste Jahr folgenden Jahren die Sprachkenntnisse der Stufe B1 in der Kurssprache nachgewiesen zu haben.

Unterrichtsform
Aufgaben, Vorträge, Kritik-Sessions, Studentische Präsentationen, Gruppendiskussionen

Bildungsziele
Wissen und Verstehen eine eigene Projektmethodik im Bereich der visuellen Kunst, von der Phase der Planung bis zur Phase der Realisierung des Projekts erworben haben die technischen, wissenschaftlichen und theoretischen Grundkenntnisse erworben haben, die zur Verwirklichung eines Projektes im Bereich der visuellen Kunst notwendig sind die Grundkenntnisse erworben haben, um ein kritisches Augenmerk auf die eigene Arbeit zu richten und sich mit der zeitgenössischen Komplexität auseinanderzusetzen die für ein weiterführendes Masterstudium notwendigen Grundkenntnisse sowohl in allen Bestandteilen der Projektkultur als auch in theoretischen Fächern erworben haben. Fähigkeit, Wissen und Verstehen anzuwenden ein Projekt im Bereich der visuellen Kunst planen, entwickeln und verwirklichen. die erlernten Grundkenntnisse im technischen, wissenschaftlichen und theoretischen Bereich zur Realisierung eines ausgereiften Projektes einsetzen. die Hauptphänomene der gegenwärtigen Gesellschaft zu erkennen, kritisch zu beobachten, auch aus ethischer und sozialer Sicht und geeignete Lösungen auf der Ebene eines/r gestalterischen Vorschlags/Antwort ausarbeiten. sich der während des Studienverlaufes angeeigneten Fähigkeiten im Falle einer Studienfortsetzung in einem Masterstudiengang im Bereich Kunst bedienen und diese weiterentwickeln Urteilen selbständig urteilen können, und dies zum Zwecke der Entwicklung der eigenen Entwurfsfähigkeiten sowie in Bezug auf all jene Entscheidungen die notwendig sind, um ein Projekt zum Abschluss zu bringen. selbständig urteilen können, sowohl in der kritischen Bewertung der eigenen Arbeit, als auch was die Fähigkeit betrifft, die richtigen Interpretationsinstrumente in jenen Kontexten zu verwenden, in denen sie gestalterisch beruflich tätig werden und/oder ihr Studium weiterführen werden, auch in Anbetracht ethischer und sozialer Aspekte. Kommunikationsfähigkeit eigene Entscheidungen professionell zu kommunizieren und zu hinterlegen und diese vom formellen, technischen und wissenschaftlichen Standpunkt aus begründen. ein eigenes Projekt neben der eigenen Sprache auch auf professionellem Niveau in einer weiteren Sprache und korrekt in einer dritten Sprache kommunizieren und präsentieren. Lernfähigkeit auf professionellem Niveau eine gestalterische Methodik – im Sinne einer Fähigkeit, Lösungen für komplexe gestalterische Probleme zu ermitteln, zu entwickeln und zu realisieren, indem die erlernten Kenntnisse im technischen, wissenschaftlichen und theoretischen Bereich angewandt werden - erlernt haben, um eine berufliche Tätigkeit zu beginnen und/oder das Studium mit einem Masterstudiengang fortzuführen. eine kreative Haltung entwickelt und gelernt haben, wie man diese steigert und nach den eigenen Neigungen entfaltet. Grundkenntnisse in theoretischen, technischen und wissenschaftlichen Fächern erlangt haben sowie eine für eine Fortsetzung des Studiums mit einem Masterstudium geeignete Studienmethodik.

Art der Prüfung
Bis zum Prüfungstermin muss jede*r Studierende auf der Showcase der Fakultät eine detaillierte Dokumentation der im Verlauf des Kurses entstandenen Arbeiten hochladen. http://portfolio.dsgn.unibz.it/wp-admin Die Dokumentation ist ein integraler Bestandteil der Prüfung. Sie muss visuelle Dokumentationen sowie ein Abstract des Projekts enthalten. Modul 1: Produktion einer künstlerischen Arbeit (z.¿B. fotografische Prints, Videoarbeiten, digitale Formate usw.) Mehrfache Präsentationen der eigenen künstlerischen Arbeit in gemeinsamen Kritik-Sessions im Plenum sowie in Einzelgesprächen mit der Lehrperson Präsentation der recherchierten Themen vor der Klasse Abschlusspräsentation am Ende des Semesters in individueller Präsentations- bzw. Ausstellungsform, inklusive (Selbst-)Evaluation der Ergebnisse Modul 2: Die Studierenden entwickeln individuelle Beiträge in unterschiedlichen Medien und Formaten. Modul 3: Mündliche Prüfung mit Diskussion der Projekte der Studierenden sowie ihrer individuellen Forschungsarbeiten. ALLE STUDIERENDE, DIE AN DER PRÜFUNG ALS NICHT TEILNEHMENDE STUDIERENDE TEILNEHMEN, SOLLEN SICH MIT DEM DOZENTEN ÜBER DEN INHALT EINIGEN.

Bewertungskriterien
Modul 1 und 2: - Stärke und Klarheit der künstlerischen Konzepte - Kohärenz zwischen Konzept, Wahl der Mittel und resultierender künstlerischer Arbeit - Innovationskraft und Erfindungsreichtum in Bezug auf Thema, Ansatz und Material - Virtuosität der technischen Fähigkeiten - Souveränität in der mündlichen Präsentation: Fähigkeit, Inhalte zusammenzufassen, zu reflektieren und Bezüge zwischen Themen sowie zur eigenen künstlerischen Praxis herzustellen - Fähigkeit zur Teamarbeit - Fähigkeit, Feedback und Kritik in den Arbeitsprozess zu integrieren - Kompetenzen im kritischen Denken und in der angemessenen Kommunikation mit Peers - Ganzheitliche künstlerische Arbeitsprozesse und klare Präsentation der Ergebnisse - Proaktive Haltung und Arbeitsweise - Übernahme von Verantwortung - Entwicklung langfristiger Interessen - Klarheit in der Darstellung und Strukturierung von Ideen Modul 3: - Kritische Auseinandersetzung mit den Kursmaterialien: Von den Studierenden wird erwartet, dass sie ein solides Verständnis der theoretischen Rahmenbedingungen und zentralen Konzepte zeigen, die in den Pflichtlektüren sowie in den Vorlesungen (einschließlich Folien und visueller Materialien) vermittelt werden. Entscheidend ist die Fähigkeit, Argumentationen nachzuvollziehen und diese kritisch auf relevante Fallstudien anzuwenden. - Aktive Teilnahme und Diskussion im Unterricht: Ein zentraler Bestandteil des Kurses basiert auf inklusivem Dialog und kollektiver Reflexion. Die regelmäßige, fundierte Teilnahme an den Diskussionen im Unterricht wird positiv bewertet, insbesondere wenn Studierende relevante Einsichten, Fragen oder Verknüpfungen zu den Kursthemen einbringen. - Studentische Präsentationen und Aufgaben: Jede*r Studierende wird gebeten, ein Thema, eine künstlerische Position oder eine visuelle Fallstudie zu präsentieren, die mit den Inhalten des Kurses in Zusammenhang steht. Die Bewertung der Präsentationen erfolgt anhand von Kriterien wie Klarheit, kritischer Tiefe, Originalität und Relevanz für den Gesamtzusammenhang des Kurses. Zusätzlich können weitere Aufgaben (schriftlich oder visuell) zur vertiefenden Auseinandersetzung mit zentralen Fragestellungen verlangt werden. - Klarheit und Präzision des Ausdrucks: In allen Prüfungs- und Bewertungsformen wird besonderes Augenmerk auf die Fähigkeit der Studierenden gelegt, sich klar und kohärent auszudrücken und dabei eine angemessene Terminologie sowie eine den akademischen Standards entsprechende Argumentations- und Sprachstruktur zu verwenden.

Pflichtliteratur

Siehe Module




Als PDF herunterladen

Ziele für nachhaltige Entwicklung
Diese Lehrtätigkeit trägt zur Erreichung der folgenden Ziele für nachhaltige Entwicklung bei.

3 4 5 10 17

Modules

Semester 2 · 97122A · Bachelor in Design und Künste - Studienzweig Kunst · 8KP · DE

Module A — Fotografie-Video

Der Kurs vermittelt Grundlagen, Arbeitsweisen, Methoden und Theorien der bildgebenden Medien Fotografie und Video (inklusive entsprechender KI-Anwendungen).

Lehrende: Eva Leitolf

Vorlesungsstunden: 90
Laboratoriumsstunden: 0

Themen der Lehrveranstaltung
Das Modul vermittelt grundlegende und erweiterte konzeptuelle Kompetenzen in Fotografie und Video und versteht die Arbeit mit Bildern als relationale und situierte Praxis. Im Zentrum steht die Entwicklung eigener visueller Projekte, die sich mit Fragen von Gemeinschaft, Begegnung und dem Verhältnis zwischen Selbst und Anderen auseinandersetzen. Durch praktische Übungen, gemeinsame Sichtungen und Kritik-Sessions werden fotografische und videografische Strategien geschärft und kritisch reflektiert – von der Konzeption über die Aufnahme bis hin zur Montage und Präsentation. Das Modul fördert experimentelle Zugänge, kollaboratives Arbeiten sowie ein bewusstes und verantwortungsvolles Arbeiten mit Bildern im zeitgenössischen sozialen und politischen Kontext.

Unterrichtsform
Gruppendiskussionen, Mini-Gruppen-Sessions, Einzelgespräche, Präsentationen

Pflichtliteratur

Keine



Semester 2 · 97122B · Bachelor in Design und Künste - Studienzweig Kunst · 6KP · IT

Module B — Visuelle Kommunikation

The course aims to convey an extended understanding of visual communication, ranging between the development and mediation of original content.

Lehrende: Giulia Cordin

Vorlesungsstunden: 60
Laboratoriumsstunden: 0

Semester 2 · 97122C · Bachelor in Design und Künste - Studienzweig Kunst · 5KP · EN

Module C — Media Theory

The integrated theoretical module " Media Theory " convey specific points of view of the discipline, taking into account the particular processes of realization of artistic projects. This mainly concerns the patterns of the socio-cultural appropriation and reproduction of space, the development of modern societies and how they shape the dialectics between the “global” and the “local”, as well as mediatized reconfigurations of space, time, and our perceptions of virtual and material environments.

Lehrende: Marcello Barison

Vorlesungsstunden: 30
Laboratoriumsstunden: 0

Infoanfrage