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Freie Universität Bozen

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Südtiroler Bauernbundpreis 2022 zum Thema Krisenbewältigung in der Südtiroler Landwirtschaft

Der aktuelle Stand und mögliche Handlungsoptionen zur Überwindung der schwierigen Situation in der Landwirtschaft standen im Mittelpunkt des Rennens um den Südtiroler Bauernbundpreis 2022. Dazu angetreten sind neun Gruppen von Studierenden des Bachelorstudiengangs Agrar-, Lebensmittel- und Bergumweltwissenschaften, die am Mittwochvormittag einer Jury die Ergebnisse ihrer Studienprojektarbeiten vorstellten.

Von mehr Förderungen über eine verbesserte Zusammenarbeit bis hin zu echten Innovationen: Äußerst vielfältig waren die Ergebnisse der Semesterarbeiten von Studierenden des Bachelorstudiengangs Agrar-, Lebensmittel- und Bergumweltwissenschaften der unibz, die sich im laufenden Wintersemester im Rahmen ihrer Ausbildung an der Initiative Südtiroler Bauernbundpreis beteiligten. Bei der mittlerweile elften Ausgabe dieser Kooperation zwischen der Freien Universität Bozen und dem Südtiroler Bauernbund werden Theorie und Praxis zum Wohle aller Beteiligten verknüpft, unterstrichen die Mitglieder der fünfköpfigen Jury. Diese musste am Mittwochvormittag die schwierige Entscheidung fällen, welche drei Studienprojektarbeiten prämiert werden. Als Sieger ging in diesem Jahr ein 3-köpfiges Team hervor, das in seiner Arbeit für mehr Zusammenarbeit mit der Gastronomie und in der Vermarktung von Stierkälbern plädierte. Aber auch echte Innovationen wie Hummelzucht und der Löwenzahnanbau zur Gummiproduktion wurden vorgestellt, nicht um die aktuelle Krise zu bewältigen, sondern um die nächsten vorzubeugen. Schließlich bedarf es vor allem im Berggebiet auch einer besseren gesellschaftlichen Unterstützung für kleine und kleinste Betriebe, befanden Studierende in ihren Arbeiten - über faire Preise und eine zielgerechtere Verteilung vorhandener Fördermittel.

Auch in diesem Jahr war das Rennen knapp, unterstrich der verantwortliche Professor Christian Fischer: „Die Qualität der Arbeiten ist hoch. Man kann sehen, wie stark es die Studierenden motiviert, praxisorientiert und mit einem Partner wie dem Südtiroler Bauernbund zusammenzuarbeiten“. „Der thematische Schwerpunkt des Seminars wird alljährlich gemeinsam mit dem Südtiroler Bauernbund ausgewählt, um zu garantieren, dass unsere Studierenden sich mit Themen auseinandersetzen, die eine hohe Praxisrelevanz haben“, so Christian Fischer. Bei Besuchen der ausgewählten Betriebe und Interviews mit den Bäuerinnen und Bauern erhielten die Studierenden Einblick, wie die Umsetzung in der Praxis aussieht, um konnten dann in ihren Projektarbeiten einzelne Aspekte vertiefen.

„Für uns als Bauernbund ist die Kooperation mit der Universität sehr wichtig“, dankte der Vizedirektor des Südtiroler Bauernbundes Ulrich Höllrigl dem Projektleiter Christian Fischer. „Dieses gemeinsame Studienprojekt führen wir seit 11 Jahren durch und die Ergebnisse sind für uns als Verband stets sehr aufschlussreich. In diesem Jahr haben die Studierenden Betriebe aus allen Landesteilen Südtirols untersucht und sehr interessante betriebliche Entwicklungsperspektiven ausgearbeitet.“

Jurymitglieder des elften Südtiroler Bauerbundpreises waren von Seiten des Südtiroler Bauernbundes Vizedirektor Ulrich Höllrigl und Christoph Falkensteiner, Veronika Mahlknecht Stampfer (Bezirksbäuerin der Bäuerinnenorganisation) und der Landesobmannstellvertreter der Südtiroler Bauernjugend Thomas Mauroner. Die unibz wurde von Lehrveranstaltungsleiter Prof. Christian Fischer von der Fakultät für Naturwissenschaften und Technik vertreten.

Namen der Siegergruppen: 1. Platz: Johannes Mittelberger, Matteo Cappuccio, Victoria Sforzini; 2. Platz: Inge Wallnöfer, Julja Oresko, Mariateresa Coppola, Philip Huber. 3. Platz: Armin Moosmann, Philipp Raifer, Maria Rifesser, Cosima Panitz.

(su)