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Freie Universität Bozen

Brixner Domkreuzgang, Detail eines Freskogemäldes. Foto von Paolo Caneppele.
Brixner Domkreuzgang, Detail eines Freskogemäldes. Foto von Paolo Caneppele.

CC Regional History Press releases

Geschichten von Mobilität, Marginalität und Unterdrückung

Das Kompetenzzentrum für Regionalgeschichte der Freie Universität Bozen organisiert eine Veranstaltungssreihe. Acht Termine zwischen 3. Oktober und 4. Dezember.

In der öffentlichen Veranstaltungsreihe geben internationale Expert*innen Einblicke in verschiedene Aspekte von Mobilität, Marginalität und Unterdrückung – Themen, die nicht nur aus historischer Perspektive beleuchtet werden, sondern auch in unserer Gegenwart hochaktuell sind.

Die Vorträge, Buchvorstellungen, Filmabende und die thematische Stadtführung richten ihr Interesse auf die Landstreicherei, auf die Kontrolle der Mobilität, auf soziale Marginalisierungen und auf den Zugang bzw. die Verweigerung von öffentlichen Hilfen für Obdachlose und Arme sowie auf die Unterdrückung von sogenannten unerwünschten Personen. Ein besonderer Fokus wird dabei auf die Verfolgung von Roma, Sinti und Jenischen in der Zeit des Nationalsozialismus und Faschismus in Italien, Deutschland und der Schweiz gelegt.

Für die Veranstaltungsreihe wurden in Zusammenarbeit mit verschiedenen Südtiroler Kulturinstitutionen fünf Vortragsabende mit verschiedenen Referent*nnen, eine Stadtführung und zwei Filmabende organisiert.

Den Auftakt bildet eine Stadtführung der besonderen Art: Am Dienstag, den 3. Oktober (Treffpunkt um 17.00 Uhr vor der Universität Bozen, Universitätsplatz) führen Hannes Obermair (Eurac Bozen) und Francesca Brunet (Kompetenzzentrum für Regionalgeschichte der Freien Universität Bozen) zu den Orten sozialer Kontrolle und Unterdrückung in Bozen. Die beiden Historiker*nnen begleiten zu wenig bekannten und ungewöhnlichen Orten wie dem alten Gefängnis oder dem Polizeigebäude im 19. Jahrhundert oder dorthin, wo in der Neuzeit der Galgen stand, sowie zu den Orten der faschistischen Justiz. Die Erkundung dieser Orte wird dabei angereichert mit Geschichten, die zeigen, wie die eng verbunden die Stadtgeschichte mit und der Geschichte der Marginalität, der sozialen Kontrolle und der Unterdrückung von Kriminalität und „Abweichung“ ist.

Die Vortragsreihe „Geschichten von Mobilität, Marginalität und Unterdrückung in Vergangenheit und Gegenwart, Film und Kunst“ wird vom Kompetenzzentrum für Regionalgeschichte der Freien Universität Bozen (Francesca Brunet) in Zusammenarbeit mit folgenden Partnern organisiert: Studium Generale der Freien Universität Bozen, Filmclub Bozen, Geschichte und Region/Storia e regione, Landesbibliothek Claudia Augusta, Landesbibliothek „Dr. Friedrich Teßmann“, Stadtbibliothek Brixen, Trento Film Festival, Verein heimat Brixen Bressanone Persenon.

(zil)