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Freie Universität Bozen

Aktuelle Aspekte des Sportmanagements

Semester 2 · 30188 · Bachelor in Tourismus-, Sport- und Eventmanagement · 6KP · DE


Dieser Kurs widmet sich der Analyse und Reflexion aktueller und aufkommender Themen im Bereich des Sportmanagements. Der thematische Fokus ist bewusst offen gestaltet, um zeitnahe Entwicklungen, innovative Ansätze und kontextbezogene Herausforderungen im Sportsystem flexibel integrieren zu können. Auf der Grundlage theoretischer Perspektiven und praxisorientierter Fallbeispiele setzen sich die Studierenden kritisch mit ausgewählten Fragestellungen auseinander, die die dynamische und interdisziplinäre Natur des modernen Sportmanagements widerspiegeln. Die behandelten Inhalte können von Jahr zu Jahr variieren; mögliche thematische Schwerpunkte sind unter anderem: Digitalisierung im Sport, nachhaltige Managementpraktiken, Governance-Strukturen, ethische Fragestellungen, Diversität und Inklusion, Stakeholder-Management sowie die sozioökonomischen Auswirkungen von Sportgroßveranstaltungen.

Lehrende: Heiko Meier-Seitz

Vorlesungsstunden: 36
Laboratoriumsstunden: -
Anwesenheitpflicht: -

Themen der Lehrveranstaltung
In dem Kurs werden die Grundlagen des Sportmanagements auf Basis fachlich einschlägiger und aktueller Literatur vermittelt und anhand praktischer Beispiele vertiefend beleuchtet. Aufbauend auf den Sportmanagement-Grundlagen ist im Rahmen des Kurses als praxisorientierter Inhalt und als Vermittlung spezifischer beruflicher Kompetenzen vorgesehen, dass die Studierenden eine praxisnahe Konzeption für eine im Vereins- beziehungsweise Verbandssport zu lösende Managementaufgabe erstellen und präsentieren.

Unterrichtsform
Frontalunterricht, Übungen; Präsenzlehre

Bildungsziele
ILO (Intended Learning Outcomes) ILO 1 - Wissen und Verstehen ILO 1.1 von Art und Zweck der Tourismus-, Sport- und Veranstaltungsbranche, ihre Tätigkeiten, Geschäftssysteme und die für ihre Verwaltung erforderlichen Instrumente ILO 1.2 der wichtigsten strategischen Planungsinstrumente und ihrer angemessenen und kontextabhängigen Anwendung ILO 1.3 von Konzepten, Modellen und Techniken zur Analyse aktueller Fragestellungen im Sport ILO 1.4 die Besonderheiten der Welt des Sports, um das Management des Sports in der heutigen Gesellschaft zu verbessern. ILO 2 - Fähigkeit, Wissen und Verstehen anzuwenden ILO 2.1 Personalmanagement in verschiedenen organisatorischen Kontexten ILO 2.2 Segmentierung des Sportmarktes, Targeting und Produktpositionierung ILO 2.3 Beitrag zur Entwicklung von Marketing-Mix-Strategien und -Instrumenten für das Marketing durch Sport und die Vermarktung des Sports ILO 2.4 Anwendung des kritischen Denkens in Bezug auf aktuelle Sportmanagementpraktiken, einschließlich der Bewertung der Entwicklung des Sportmarktes. ILO 3 - Urteilen (making judgements) ILO 3.1 analytisch und kritisch über Informationen, Erfahrungswerte und Daten zu berichten, um adäquate betriebswirtschaftliche Entscheidungen zu treffen; ILO 3.2 notwendige Zusatzinformationen in Datenbanken, Gesetzesunterlagen und wissenschaftlichen Quellen zu finden; ILO 3.3 durch Einsatz logischer Schlussfolgerungen und die Verbindung von Informationen und analytischen Instrumenten Lösungen zu finden ILO 4 - Kommunikationsfähigkeit (communication skills) ILO 4.1 Die Absolventen/Absolventinnen des Bachelors in Tourismus-, Sport- und Eventmanagement werden Kommunikations- und Präsentationsfähigkeiten entwickeln, um in einem Arbeitsumfeld die komplexen, interdisziplinären Themenstellungen des Tourismus-, Sport- und Eventbereichs zu erklären, argumentativ zu bearbeiten und zusammenzufassen. ILO 4.2 Das Erreichen dieses Zieles wird mittels schriftlicher Prüfungen, Gruppenarbeiten, Hausarbeiten, Präsentation von Fallstudien und Projekten sowie der Abschlussarbeit bewertet. ILO 5 - Lernfähigkeit (learning skills) ILO 5.1 die Fähigkeit, aktuelle Informationen ausfindig zu machen, um mit den Veränderungen im Dienstleistungssektor im Allgemeinen und im Bereich Tourismus-, Sport- und Eventmanagement im Besonderen Schritt halten zu können; ILO 5.2 die Fähigkeit, mögliche Lösungen für Probleme in volkswirtschaftlichen und betrieblichen Bereichen zu entwickeln, die sich auf jene Arbeitskontexte beziehen, welche eine mögliche Berufsaussicht für die Absolventen/Absolventinnen darstellen.

Bildungsziele und erwartete Lernergebnisse (zus. Informationen)
Der Kurs vermittelt organisationstheoretische Grundlagen von Sport-organisationen, insbesondere von Sportvereinen und -verbänden als bedeutende Nonprofit-Organisationen, sowie sektorale Besonderheiten von Sportorganisationen und ihre wichtigsten normativen und strategischen Planungsinstrumente, um informierte Entscheidungen bezüglich der markt- und personalwirtschaftlichen Anforderungen in Nonprofitorganisationen des Sports treffen zu können. Dies ermöglicht, ein den sektoralen Besonderheiten von Sportorganisationen entsprechendes differenziertes Sportmanagement betreiben zu können.

Art der Prüfung
Schriftliche Prüfung und Konzeptarbeit: 1. Schriftliche Prüfung mit Prüfungsfragen (Überprüfung der erlernten Kenntnisse, des Textverständnisses und des Urteilsvermögens) (ILOs 1-3) sowie 2. Erstellung einer Konzeption zu einer aus den Kursinhalten heraus gestellten Managementaufgabe (Konzeption: Entwicklung und Vorstellung eines Konzepts für eine im Vereins- bzw. Verbandssport zu lösende Managementaufgabe inklusive einer verschriftlichten Skizze oder verschriftlichten Ausarbeitung; dient zur Überprüfung der Fähigkeit, das erlernte Wissen kontextbezogen anzuwenden) (ILO 4, ILO 5) Für alle Studierenden (Studierende, die an dem Kurs teilnehmen und Studierende, die nicht am Kurs teilnehmen) gelten dieselben Prüfungsmodalitäten. Studierende, die nicht an dem Kurs teilnehmen, müssen ihre Konzeption selbstständig entwerfen und schriftlich ausarbeiten. Die Studierenden müssen sich spätestens vier Wochen vor dem ersten schriftlichen Prüfungstermin des Prüfungsdurchgangs per E-Mail mit dem Dozenten in Verbindung setzen, um weitere Details zu Inhalt und Umfang abzuklären.

Bewertungskriterien
Schriftliche Prüfung und Präsentation: 1. Schriftliche Prüfung: Klausur im Umfang von 60 Minuten und 2. Präsentation: Vorstellung einer selbst entwickelten Konzeption für eine im Vereins- beziehungsweise Verbandssport zu lösende Managementaufgabe entweder a) als Kleingruppenaufgabe im Seminar für die Studierenden, die an der Lehrveranstaltung teilnehmen, einschließlich Abgabe einer schriftlichen Skizze, oder b) als Einzelaufgabe für die Studierenden, die nicht an der Lehrveranstaltung teilnehmen, in Form einer schriftlichen Ausarbeitung mit Abgabefrist vor der ersten schriftlichen Prüfung Gewichtung schriftliche Prüfung/Präsentation: 75%/25%

Pflichtliteratur
  • Breuer, Christoph & Thiel, Ansgar (2009) (Hrsg.). Handbuch Sportmanagement. Schorndorf: Hofmann-Verlag (ausgewählte Kapitel) (2. Auflage)
  • Fahrner, M. (2014). Grundlagen des Sportmanagements. Oldenbourg: De Gruyter (ausgewählte Kapitel) (2. Auflage)
  • Meier, H., Adolph-Börs, C. & Riedl, L. (2015). Fusionen von Sportvereinen – eine organisationssoziologische Betrachtung. Sciamus - Sport und Management, 2/2015, 1-11.
  • Riedl, L. & Langhof, A. (2014). Erfolgsrezept oder Eigentor? Überlegungen zum Scheitern der Kundenorientierung als Strategie der Mitgliederbindung in Sportvereinen. In J. Bergmann, M. Hahn, A. Langhof & G. Wagner (Hrsg.). Scheitern. Wirtschafts- und organisationssoziologische Analysen (S. 205-229). Wiesbaden: Springer VS
  • Thiel, A. & Mayer, J. (2008). Besonderheiten des Managements von Sportvereinen. In Sebastian Braun & Stefan Hansen (Hrsg.), Steuerung im organisierten Sport (S. 130–148)Hamburg: Czwalina
  • Thiel, A. & Meier, H. (2004). Überleben durch Abwehr – Zur Lernfähigkeit des Sportvereins. Sport und Gesellschaft 1, (2), S. 103-124
  • Thieme, L. (2017) (Hrsg.). Der Sportverein. Versuch einer Bilanz. Schorndorf: Hofmann-Verlag (ausgewählte Kapitel)


Weiterführende Literatur
  • Adolph-Börs, C. (2018) „Da will ich nichts mehr mit zu tun haben! Das ist nicht mehr mein Verein!“ Sport und Gesellschaft 15, (2-3), S. 159-190
  • Heinemann, K. (2004). Sportorganisationen: verstehen und gestalten. Schorndorf: Hofmann-Verlag
  • Meier, H. (2008). Mitarbeit im Sport – eine reine Vertrauenssache. Grundlegung einer allgemeinen Theorie des Vereins. Saarbrücken: VDM-Verlag 
  • Meier, H. (2008). Vertrauen als Steuerungsinstrument in Sportvereinen. In Sebastian Braun & Stefan Hansen (Hrsg.), Steuerung im organisierten Sport (S. 156–166). Hamburg: Czwalina
  • Meier, H. (2018). Funktion und Folgen von Inklusion im Sportverein. In Sven Körner & David Jaitner (Hrsg.), Soziale Funktionen von Sportvereinen: revisited (S. 145-160). Berlin: Lehmanns-Verlag
  • Meier, H., Thiel, A. & Adolph, C. (2014). Organisationales Lernen und Veränderungsbarrieren in Sportorganisationen. In Alfred Rütten, Siegfried Nagel & Robin Kähler (Hrsg.), Handbuch Sportentwicklungsplanung (S. 149-156). Schorndorf: Hofmann
  • Schimank, U. (2005). Der Vereinssport in der Organisationsgesellschaft: organisationssoziologische Perspektiven auf ein spannungsreiches Verhältnis. In Thomas Alkemeyer, Bero Rigauer & Gabriele Sobiech (Hrsg.), Organisationsentwicklungen und De-Institutionalisierungsprozesse im Sport (S. 21-44). Schorndorf: Hofmann
  • Schwarz, P., Purtschert, R., Giroud, C. & Schauert, R. (2009). Das Freiburger Management-Modell für Nonprofit-Organisationen. Bern: Haupt-Verlag (6. Auflage)
  • Simsa, R., Meyer, M. & Badelt, C. (2013) (Hrsg.). Handbuch der Nonprofit-Organisation: Strukturen und Management. Stuttgart: Schäffer-Poeschel (5. Auflage) 
  • Thiel, A. & Meier, H. (2014). Systemtheorie und Sportentwicklungsplanung. In Alfred Rütten et al. (Hrsg.), Handbuch Sportentwicklungsplanung (S. 21-30). Schorndorf: Hofmann


Weitere Informationen
weitere Literatur wird ggfls. im Kurs bekannt gegeben


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Ziele für nachhaltige Entwicklung
Diese Lehrtätigkeit trägt zur Erreichung der folgenden Ziele für nachhaltige Entwicklung bei.

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