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Freie Universität Bozen

Teilnehmende des Workshops während einer Präsentation

CC Cooperatives

Bürgerinnen und Bürger sowie sozialen Mehrwert in den Mittelpunkt smarter Städte

Wie können Smart Cities wirklich sozialen Mehrwert, Inklusion und eine bessere Lebensqualität schaffen?

Die Veranstaltung brachte Forschende, öffentliche Institutionen und Praktikerinnen und Praktiker zusammen, um zu untersuchen, wie menschenzentrierte Ansätze Smart-City-Strategien und Prozesse der urbanen Erneuerung neu gestalten können.

Einen zentralen Beitrag zur Diskussion leistete die Präsentation des Bolzano Living Lab durch Prof. Richard Lang, Direktor des Kompetenzzentrums für das Management von Genossenschaften, gemeinsam mit Samuele Verucchi, Innovationsprojektmanager bei der Cooperativa Sole. Ihr Beitrag bot eine konkrete, praxisorientierte Perspektive darauf, wie technologische Lösungen in der Stadtentwicklung wirksam durch soziale Innovation im Rahmen eines Living-Lab-Ansatzes ergänzt werden können.

Das Bolzano Living Lab ist Teil des Horizon-Europe-Projekts ASSETS – Advancements in Social Economy through Technological Solutions, das im Herbst 2024 gestartet wurde. Im Rahmen von ASSETS werden Living Labs als Interaktionsräume verstanden, die die Entwicklung von Initiativen der Sozialwirtschaft unterstützen und gleichzeitig Instrumente zur Messung sozialer Wirkung testen und fördern, mit dem Ziel, deren breitere Anwendung in Stadtentwicklungs- und Stadterneuerungsprozessen zu unterstützen. In seinem Beitrag erläuterte Richard Lang die Gesamtstruktur des Bolzano Living Lab und seine strategische Einbettung in das Forschungsprojekt, während Samuele Verucchi kritisch über Praktiken der Bewertung sozialen Mehrwerts reflektierte, basierend auf Erfahrungen aus aktuellen und früheren Projekten der Cooperativa Sole.

Im Bolzano Living Lab arbeiten Vertreterinnen und Vertreter öffentlicher Institutionen, der Sozialwirtschaft, lokaler Gemeinschaften und der Forschung zusammen, um inklusive Strategien der urbanen Erneuerung gemeinsam zu entwickeln. Der Living Lab konzentriert sich auf gemeinschaftliches Wohnen als konkreten, gemeinschaftsbasierten Ansatz zur Stadtentwicklung und Stadterneuerung und stärkt gleichzeitig das Bewusstsein für die zentrale Bedeutung der Bewertung sozialer Wirkung. Innerhalb von ASSETS wird dies durch die Anwendung des Social Return on Investment (SROI) unterstützt, der als mobiles Selbstbewertungsinstrument entwickelt wurde und nicht nur in den Living Labs, sondern auch im weiteren Sektor der Sozialwirtschaft eingesetzt werden soll.

Insgesamt unterstrich der Workshop die Bedeutung der Bürgerzentrierung in Smart-City-Modellen als entscheidende Voraussetzung dafür, dass die digitale Transformation Inklusion, sozialen Mehrwert und eine bessere Lebensqualität schafft. Durch die Verbindung von Forschung, Politik und Praxis machte die Veranstaltung deutlich, wie wichtig kollaborative Governance und langfristige soziale Zielsetzungen als Grundlagen für eine resiliente und nachhaltige Stadtentwicklung sind.

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