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Freie Universität Bozen

Solidarische Ökonomie und Soziale Landwirtschaft

Semester 2 · 51115 · Bachelor in Sozialarbeit · 4KP · DE


Solidarökonomien der vergangenen Jahrzehnte reagierten in den Industrieländern insbesondere auf die technologiebedingten Veränderungen der Arbeitsmärkte und waren verbunden mit Antworten auf Deindustrialisierung und Massenarbeitslosigkeit. Aus der
Einsicht in die Notwendigkeit, nachhaltige Alternativen der Suffizienz, des „Genug-für-Alle“ zu schaffen, wächst heute weltweit eine neue öko-soziale Bewegung der Sozialen und Solidarischen Ökonomie (SSE). Die Verbindung von sozialen und ökologischen Intentionen ist gegenüber den vorherigen Jahrzehnten neu und ergibt ein größeres Innovationspotential durch die Einbindung unterschiedlicher sozialer Bewegungen. Solidarische Ökonomie steht heute im Kontext des Bewusstseins für die Wachstumswende und ist verbunden mit alternativen Vorstellungen von Wohlfahrt, einem guten Leben für alle und der Erhaltung der natürlichen und kulturellen Lebensgrundlagen. Ihre Bedeutung liegt nicht nur in ihrem ökonomischen Potential und ihrem Beitrag zur Bewältigung der aktuellen gesellschaftlichen Krisen, sondern auch in ihrer emanzipatorischen Kraft gegenüber den Abhängigkeiten von Staat und Markt.
Soziale Landwirtschaft (SoLaWi) ist Teil der SSE. Unter Sozialer Landwirtschaft versteht man gesundheitsfördernde Interventionen sowie soziale Maßnahmen der Integrationim Kontext von Land- und Forstwirtschaft oder gärtnerische Aktivitäten, welche das Ziel haben, das soziale, körperliche, geistige oder psychische Wohlergehen von Menschen zu verbessern sowie Lernmöglichkeiten und Optionen sinnvoller und leistbarer Beschäftigung für bestimmte Zielgruppen zu eröffnen.

Lehrende: Miriam Zenorini

Vorlesungsstunden: 30
Laboratoriumsstunden: 0
Anwesenheitpflicht: Laut Studiengangsregelung

Themen der Lehrveranstaltung
Solidarische Ökonomie und SDGs Organisationsformen und Handlungsfelder in Italien und Europa Historische und aktuelle Entwicklungen Besondere Potenziale Solidarische Ökonomie als Soziale Innovation Gelungene Beispiele in Südtirol, Italien und Europa

Unterrichtsform
Vorlesung, Seminaristisches Lernen, Projektentwicklung, Expertenunterricht, Interviews und Übungen

Bildungsziele
Die Studierenden verstehen die Potentiale und die Organisationsweisen der Handlungs- und Forschungsfelder Solidarökonomie (SSE) und der Sozialen Landwirtschaft (SoLaWi) in ihrem gesellschaftspolitischen Kontext. Sie erkennen das Innovationspotential dieser Ansätzefür zahlreiche Felder der Sozialen Arbeit sowie die Möglichkeiten Öko-sozialen Transformation und nachhaltigen Entwicklung. Sie sind in der Lage, die Rollen und Aufgaben der sozialen Professionen in diesem Feld zu verstehen und adäquate Konzepte zu entwickeln.

Bildungsziele und erwartete Lernergebnisse (zus. Informationen)
Die Studierenden haben einen kritischen Blick entwickelt und erkennen Projekte die den beiden Feldern zugeordnet werden können in ihrem Umfeld

Art der Prüfung
Studenten die der Vorlesung beiwohnen: schriftliche Dokumentation und mündliche Präsentation dieser Dokumentation (zwei Möglichkeiten: 1. entwickeln eines realistischen Projekts im Bereich der Solidarischen Ökonomie oder der Sozialen Landwirtschaft; 2. dokumentieren ein bestehendes Projekt im Bereich der Solidarischen Ökonomie oder der Sozialen Landwirtschaft im In- oder Ausland) Studenten die der Vorlesung nicht beiwohnen: schriftliche Dokumentation (Zusammenfassung und Kommentierung von Elsen S. et al. 2020. Perspektiven der Sozialen Landiwrtschaft unter besonderer Berücksichtigung der Entwicklungen in Italien. Bozen: BUP) und mündliche Prüfung

Bewertungskriterien
Studenten die der Vorlesung beiwohnen: Aktive Mitarbeit (10%), schriftliche Sokumentation (60%) und mündliche Präsentation (30%) Studenten die der Vorlesung nicht beiwohnen: schriftliche Dokumentation (50%) und mündliche Prüfung (50%)

Pflichtliteratur
  • Elsen, S. 2019: Eco-Social Transformation and CommunityBased Economy. New York: Routledge
  • Elsen S. et al. 2020. Perspektiven der Sozialen Landiwrtschaft unter besonderer Berücksichtigung der Entwicklungen in Italien. Bozen: BUP


Weiterführende Literatur
  • Ilcheong et.al. Encyclopedia of social and Solidarity Economy;
  • Andres, D.: Soziale Landwirtschaft im Kontext Sozialer Arbeit
  • Limbrunner, A./Elsen, T.: Boden unter den Füßen


Weitere Informationen
keine


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Ziele für nachhaltige Entwicklung
Diese Lehrtätigkeit trägt zur Erreichung der folgenden Ziele für nachhaltige Entwicklung bei.

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